Fluggesellschaften

Auch bei Vogelschlag muss Airline manchmal entschädigen

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Nachdem ein Vogel in das Triebwerk geflogen ist, kommt man mit einer anderen Maschine verspätet ans Ziel. Unter bestimmten Umständen hat man dann Anspruch auf Entschädigung.

Vogel trifft Triebwerk - wenig schön und führt darüber hinaus oft zu Verspätungen. Eigentlich haben Fluggäste bei außergewöhnlichen Umständen keinen Anspruch auf Entschädigung. Unter gewissen Voraussetzungen jedoch muss die Airline die Verspätung entschädigen.

Frankfurt - Ein Vogel beschädigt ein Flugzeug, der folgende Flug erreicht erst mit erheblicher Verspätung sein Ziel: In einem solchen Fall ist die Airline nur von einer Entschädigung befreit, wenn sie genau darlegen kann, welche Maßnahmen sie wann zur Behebung des Schadens durchgeführt hat.

Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor (Az.: 29 C 814/14(44)), wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell" berichtet. In dem verhandelten Fall waren die Kläger erst mit einer Verspätung von deutlich mehr als drei Stunden an ihrem Zielort Antalya angekommen. Sie verlangten eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht. Auf dem Vorflug hatte ein Vogel die Maschine getroffen, wodurch es zu einem Schaden gekommen sei - daher die Verzögerung, erklärte die Fluggesellschaft.

Eigentlich gilt Vogelschlag als außergewöhnlicher Umstand, eine Airline muss dann keine Entschädigung zahlen. Nicht aber in diesem Fall, wie das Gericht feststellte. Die Fluggesellschaft hätte vortragen müssen, wann genau es zu einer Beschädigung des Flugzeugs gekommen war.

Sie hätte weiterhin erklären müssen, welche Maßnahmen sie zu welcher Uhrzeit zur Behebung des Schadens ergriffen hat. Das tat die Airline nicht. Sie war nicht einmal in der Lage zu erklären, wie der Vorflug zeitlich mit dem verspäteten Flug zusammenhing. Die Kläger erhielten eine Ausgleichszahlung in Höhe von 400 Euro pro Person.

dpa

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