Der Siam Park im Süden Teneriffas bietet Wasserspaß und Adrenalinkicks für die ganze Familie

Wo auch Helden nass werden

Spätestens, als Emil den mächtigen Kopf des Tempelwächters entdeckt hat, ist eine Umkehr nicht mehr möglich. „Papa, das ist meine Lieblingsrutsche“, erklärt der Neunjährige im Voraus und ist schon in der Eingangshalle verschwunden. Das Umziehen kann gar nicht schnell genug gehen. Während Mama und die kleine Schwester noch den flinken Bewohnern des Seelöwenfelsens zuschauen, hat der Wasserrutschen-Experte sein erstes Ziel schon fast erreicht.

Der Gigant, den Emil schon von der Straße aus gesehen hat, ist tatsächlich eine riesige Rutsch-Anlage – eine von insgesamt 14, die der Siam Park zu bieten hat. Die „Jungle Snakes“, die sich – mal offen, mal geschlossen – durch weite Teile des Geländes schlängeln, laden zu einer rasanten Spritztour auf einem Doppelsitz-Luftpolster ein.

Platz für alle vier Familienmitglieder bieten die Kleeblattreifen bei der Fahrt durch den Drachen. Und weil Alma schon größer als 1,25 Meter ist, kann diesen feuchten Spaß die ganze Familie genießen. Zuerst geht es durch einen finsteren Tunnel steil abwärts, dann saust das Quartett in einem riesigen Trichter fast bis zum Maul des Ungeheuers, um von ganz oben wieder herabzugleiten. „Zweimal haben wir dabei den Moment der Schwerelosigkeit gespürt“, schwärmt Mutter Sonja hinterher.

Auch beim Naga Racer ist die Familie komplett. Vier der sechs nebeneinander liegenden Bahnen hat sie besetzt, um die turbulente Talfahrt gleichzeitig zu starten. Bäuchlings auf blauen Schaummatten geht es über den nassen Stufenhügel nach unten.

Weil Alma für den Tower of Power noch zu klein ist und auch ihre Mutter mehr Lust auf Beach und Baden hat, lassen sich die beiden auf einem großen gelben Schwimmring den Lazy River entlang treiben, vorbei an schwimmenden Märkten, blühenden Inselgärten und Wasserfällen. Unweit von Lost City, dem Plansch-Paradies für die Jüngsten, genießen sie das größte Wellenbad der Welt, liegen im schneeweißen Algarvesand und schauen den Surfern zu, die auf drei Meter hohen Wellen durch das künstliche Meer gleiten.

Der Kick des freien Falls

Die aufregendste Rutsche des Parks überlassen sie Franz und Emil. Schon der senkrechte Blick von der 28 Meter hohen Pyramide ist eine Herausforderung. Nur wenige Sekunden dauert die Rutschpartie über die 76 Meter lange, offene Röhre und vermittelt den Kick des fast freien Falls, bevor man im Alligatorenbecken landet und dieses in einer Acrylglasröhre durchquert. Emil ist danach einen Kopf größer. Auch Papa hat’s gefallen, nur ärgert er sich, dass niemand gefilmt hat. Wo doch Helden Zeugen brauchen! Doch wer steht da am Beckenrand? Alma mit der Kamera. Toll, wenn man sich auf seine Familie verlassen kann. Das ist eine Runde Fruchtsaft in der Thai Bar wert.

Von Carsten Heinke

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