Tigermücke im Park

Dengue-Fieber in Japan ausgebrochen

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Das Dengue-Virus wird durch die Tigermücke (lat. Aedes) übertragen. Die Stechmücke ist überwiegend tagaktiv. Zum Schutz versprüht die Stadtverwaltung in Tokio Insektengift im Yoyogi-Park.

In Japan hat es erstmals seit 70 Jahren wieder Fälle von Dengue-Fieber gegeben. Scheinbar hatten sich die Betroffenen in einem Park in Tokio infiziert.

In einem auch von ausländischen Touristen gern besuchten Park im Herzen der Hauptstadt Tokio haben Mücken den Krankheitserreger offenbar auf mehr als zehn Menschen übertragen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag meldete. Keiner der Betroffenen zeige schwere Symptome.

Die Stadtverwaltung versprühte Insektizide im Yoyogi-Park, hieß es weiter. Das Nationale Institut für Infektionskrankheiten führe derzeit abschließende Tests an Parkbesuchern durch. Bestätigt sind bislang drei Fälle in Tokio sowie wie der Nachbarprovinz Saitama.

Jedes Jahr infizieren sich etwa 200 Japaner bei Reisen im Ausland mit Dengue-Viren. Die Erreger kommen vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vor. Es ist das erste Mal seit 1945, dass es nun auch in Japan selbst zu Infektionen kam.

Dengue-Fieber

Das klinische Spektrum reicht von milden Formen, die fast symptomfrei verlaufen, über grippeartige Beschwerden mit Muskel- und Gelenkschmerzen bis zu hohem Fieber. In seltenen Fällen treten Schock oder Blutungen auf, die tödlich enden können.

Neben Dengue-Fieber werden auch zunehmend andere Krankheiten wie Chikungunya-Fieber oder Malaria von Reisenden nach Europa eingeschleppt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor leichtsinnigen Umgang mit den exotischen Krankheiten.

dpa

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