Freie Fahrt

Autoclubs rechnen mit nur wenig Verkehr auf den Autobahnen

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Wenn kein Frühlingswetter ausbricht, dürfte auf den deutschen Autobahnen am Wochenende nur wenig Verkehr herrschen.

In den nächsten Tagen können Autofahrer mit wenig Verkehr auf den Autobahnen rechnen - zumindest wenn sich das Wetter nicht bessert.

Stuttgart - Am Wochenende (24. bis 26. März) dürfte es auf den Autobahnen weitgehend freie Fahrt geben. Bei Frühlingsausbruch werden sich wohl viele Ausflügler auf den Weg machen. Denn drei Wochen vor Ostern seien weder in Deutschland noch in den benachbarten Ländern Schulferien.

Auch die Saison für Wintersportler habe ihren Zenit überschritten, teilen der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC mit. Sollte am Wochenende jedoch frühlingshaftes Wetter herrschen, könnte der Ausflugsverkehr ansteigen - vor allem auf Ausfall- und Landstraßen. Dabei weist der ACE explizit auf Motorrad- und Radfahrer hin.

Trotz insgesamt geringem Staurisiko kann es auf folgenden Strecken eng werden

A 1

Hamburg - Bremen - Münster -Köln

A 2

Dortmund - Hannover

A 3

Passau - Nürnberg - Frankfurt/Main - Köln

A 5

Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel

A 6

Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg

A 7

Hamburg - Hannover - Würzburg - Ulm - Füssen

A 8

Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg

A 9

München - Nürnberg - Berlin

A 93

Kufstein - Inntaldreieck

A 95 / B2

München - Garmisch-Partenkirchen

A 99

Umfahrung München

Auch in der Schweiz und in Österreich orientiert sich die Verkehrslage am Wetter. Denn die Wege von und zu den Skigebieten füllen sich bei gutem Wetter. Und in tieferen Lagen dürften dann vermehrt Ausflugsfahrer - auch auf dem Motorrad und dem Fahrrad - anzutreffen sein. Bei schlechtem Wetter sagt der ACE weitgehend ruhigen Verkehr voraus.

dpa/tmn

Das Wichtigste zum Thema Stau

Meist sind es nur Sekunden, die plötzlich einen Mega-Stau verursachen. "Oft genug bremsen Autofahrer vor Autobahnwegweisern, weil sie sich unsicher sind oder doch nochmal hecktisch auf die Karte schauen", weiß Verkehrsforscher Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen. Deswegen rät der Experte: Trotz Navigationssystem - vor Reisebeginn einen Blick auf die gute alte Straßenkarte zu werfen. © dpa
Nachtfahrten bieten Vorteile: "Es sind weniger Lkws auf den Straßen und viele Fahrer trauen sich in der Dunkelheit auch nicht zu fahren", weiß Schreckenberg. Wer mit den Kindern in den Urlaub fährt, könne sich nachts zudem über mehr Ruhe im Auto freuen. "Und die große Hitze bleibt einem auch erspart." Eine Nachtfahrt sei jedoch nur etwas für ausgeruhte Fahrer. © dpa
Vorausschauendes Fahren ist Trumpf: "Genügend Abstand zum Vordermann sorgt dafür, dass plötzliches Bremsen selten von Nöten ist", so der Stauforscher. Dadurch wird nicht nur Stillstand auf der Autobahn vermieden, das Auto verbraucht auch weniger Sprit. © dpa
Beim Thema "Reißverschlussverfahren" sind viele deutsche Autofahrer offenbar überfordert: "Als vor 40 Jahren das System eingeführt wurde, funktionierte es ganz gut. Aber mittlerweile haben es die Leute scheinbar wieder verlernt", bedauert der Verkehrsexperte. Wichtig sei es, bei Spurverengungen erst ganz zum Schluss die Fahrbahn zu wechseln, alles andere wirkt sich Schreckenbach zufolge kontraproduktiv aus. © dpa
Spurwechsel zwecklos: Laut Schreckenberg bringt es nichts, bei zähflüssigem Verkehr die Fahrbahn zu wechseln: "Es ist sogar absolut hinderlich für den Verkehrsfluss. Die Menschen haben immer das subjektive Gefühl, der restliche Verkehr sei stets schneller. Wir haben das ausführlich getestet: Als Kolonnenspringer hat man am Ende kaum eine Minute gewonnen und stattdessen erhöhten Stress." © dpa
Umfahrungen lohnen sich meist nicht: "Nur bei Vollsperrung sollte man von der Autobahn abzufahren. Stau hat immer noch eine bestimmte Geschwindigkeit, mit der man weiter voran kommt", so Schreckenberg. Navigationssysteme würden gerne übereifrig Ausweichrouten empfehlen, die dann genauso überlastet seien. "Folgen der Empfehlung ihres Navis nur 10 Prozent der Fahrer, kommt auch dort der Verkehr zum Erliegen." © dpa
Wer sich einem Stauende nähert, sollte umgehend den nachfolgenden Verkehr durch Einschalten der Warnblinkanlage aufmerksam machen. Nach einem Urteil des Landgerichts Memmingen kann dem Fahrer bis zu 25 Prozent Haftung auferlegt werden, sollte es im Stau zu einem Auffahrunfall wegen nicht eingeschaltetem Warnblinker kommen. © dpa
Kommt der Verkehr zum Erliegen, sollte rechtzeitig der Motor abgestellt werden. Der Umwelt zuliebe, und auch dem eigenen Auto: So vermeiden Sie, dass Ihr Wagen mit einem leeren Sprittank oder überhitzten Kühler selbst zum Verkehrshindernis und Stauverursacher wird. © dpa
"Autofahrer machen viel zu selten eine Pause. Im Urlaubsverkehr kommt es aber in der Regel nicht auf eine Stunde an", meint der Experte. Es gehe ja nicht darum, als Erster anzukommen, sondern entspannt an sein Reiseziel zu gelangen. Deswegen einfach mal Rasten. "Mit Stress auf der Straße versaut man sich nur gleich den Urlaubsstart." © dpa
Wenn nichts mehr vorwärts geht, müssen die Autofahrer eine Rettungsgasse bilden. Jede Hilfe sollte den Unfallort schnell erreichen können. Die Rettungsgasse ist immer zwischen der äußersten linken und der zweiten Spur von links zu bilden, ganz gleich wie viele Fahrstreifen vorhanden sind. In der Mitte liegt sie nur bei einer zweispurigen Fahrbahn. Der Standstreifen dient übrigens nur dazu, liegen gebliebene Fahrzeuge aufzunehmen. © dpa
An die sicherste Methode, um Stau und Stress mit dem Urlaubsauto zu umgehen, denken nur wenige Reisende: Mit dem Autoreisezug können viele hundert Kilometer zurückgelegt werden, ohne auch nur einen einzigen Stau zu erleben. Bucht man zu bestimmten Zeiten, ist die Kombination aus Straße und Gleis unter Umständen sogar günstiger. © dpa

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