In Bad Orb kann man sich in der Therme eine Auszeit mit viel Flair nehmen und die Innenstadt genießen

Baden in Musik, Farbe und Licht

Eintauchen in flüssigem Klang: Die Toskana-Therme. Fotos: Berg

Der Stress geht baden, und die Entspannung kommt ganz von selbst“, da ist sich Musia Heike Bus sicher. Sie begleitet Menschen im Wasser und an Land und inspiriert dazu, sich leichter, lebendiger und entspannter zu fühlen. „Liquid Bodywork“, so heißt das Zauberwort: eine individuell zusammengestellte Kombination aus Aqua-Wellness, Hawaiian Bodywork, ganzheitlicher Massage und Energiearbeit, oft in Verbindung mit „Liquid Sound“.

Was sich genau dahinter verbirgt, können Gäste in der Toskana-Therme in Bad Orb ausprobieren. Besucher schweben dort unter einem planetarischen Kuppeldach im warmen Solewasser einträchtig nebeneinander, lassen sich einfach treiben und geben sich der Musik hin.

Wer sich einem Bodyworker anvertraut, wird im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen getragen. „Sehr einfühlsam wird der Körper auf eine völlig neue Weise spielerisch bewegt, massiert, gedehnt, gestreckt, geschaukelt, gewiegt“, berichtet Bus. „Sie nehmen Ihren Körper viel bewusster und intensiver wahr, Spannungen und Stress können sich auflösen.“

Im Wasser träumen

Etwas Überwindung kostet es schon, die Augen zu schließen, die Ohren unter, die Nase über Wasser zu halten und sich blind auf die Arme der Bodyworkerin zu verlassen. Doch halb träumend, halb tanzend taucht man ein, erlebt ein ungeahntes Wohlgefühl.

Schließlich werden unter Wasser Klänge anders wahr genommen. Die Töne sind leiser, dafür aber subtiler, sie scheinen einen ganz zu umgeben. Die Musik ist mal klassisch, mal avantgardistisch, kommt vom Band und zu besonderen Anlässen auch schon mal live. Dann stehen echte Musiker auf dem Podium und sorgen mit Unterwasserkonzerten für ein besonderes Klangerlebnis. Auch das Licht spielt eine große Rolle – die ausgefeilten Lichtinszenierungen empfindet jeder, ganz gleich ob mit geöffneten oder geschlossenen Augen.

Das Baden in Licht und Musik hat im Rhein-Main-Gebiet bereits viele Freunde gefunden, die sich jeweils am ersten Samstag im Monat in Bad Orb treffen. Fließend ist der Übergang zu den anderen Angeboten der Therme – eine riesige Bade- und Saunalandschaft lädt zum Relaxen ein, und wer mag, bucht Massagen oder Kosmetikbehandlungen.

Als historischer Gegenpart zur modernen Therme lockt der Gradierbau im inmitten von grünen Wäldern im malerischen Kinzigtal gelegenen Bad Orb. „Vor allem Allergiker finden Entlastung, da die feinen Salzkristalle in der Luft Staub und Pollen binden, die Atemwege befreien und die Schleimwege abschwellen lassen“, erklärt Stadtführer Edmund Acker. Sein Rundgang macht in 95 Minuten mit 950 Jahren Geschichte vertraut.

Dabei erfahren die Teilnehmer von der großen Bedeutung der Salzgewinnung und des 155 Meter langen Gradierwerks. Der Rundgang führt auch durch die schöne Altstadt mit vielen sorgfältig herausgeputzten Fachwerkhäusern und den im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegten Kurpark.

Von Detlef Berg

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