Bahnhof in Hann. Münden: Ideal für Rad-Touristen

Gut genutzt: Über 1800 Menschen steigen täglich am Mündener Bahnhof ein und aus. Mit dem Rad sind nicht nur Touristen unterwegs, auch zunehmend Pendler nehme es mit , um vom Bahnhof zum Arbeitsplatz kommen.

Hann. Münden. Der Bahnhof in Hann. Münden hat ein kleines Manko. Die Deutsche Bahn hat ihre jahrelangen Umbauarbeiten noch immer nicht abgeschlossen.

Die Unterführung unter dem Gleis 1 hindurch präsentiert sich immer noch als Schmuddel-Tunnel. Und bei Regen gleicht er eher einer Tropfsteinhöhle, denn die Decke ist undicht.

Viele Mündener sind genervt, dass die Bahn noch nicht mit der Sanierung begonnen hat. Sie soll allerdings noch in diesem Jahr begonnen werden. Und auch auf dem Gleis 2 muss die Bahn noch arbeiten. Das Dach hat sie zwar ausbessern lassen, aber ein neuer Anstrich lässt weiter auf sich warten.

Sieht man davon ab, hat Hann. Münden einen Regionalbahnhof, der sich sehen lassen kann. Das ist auch dem Mündener Unternehmer Peter Schüller zu verdanken, der vor sechs Jahren von der Bahn das Bahnhofsgebäude gekauft und saniert hat.

Die Halle präsentiert sich sauber und gepflegt. Zu den Öffnungszeiten des Bahnhofs stehen den Reisenden dort Toiletten zur Verfügung, die - wie die Halle - regelmäßig gereinigt werden. Allerdings kosten sie 50 Cent. Ein Bistro hält Erfrischungen und Snacks bereit, und ein Terminal informiert über Sehenswürdigkeiten der Region.

Am Service-Point des Nordhessischen Verkehrsverbundes, der von der Hessischen Landesbahn betrieben wird, können sich Bahnkunden beraten lassen und Fahrkarten kaufen. Ist er ab 17 Uhr geschlossen, steht vor dem Gebäude ein Automat zur Verfügung.

Der Regionalbahnhof verbindet Hann. Münden mit den beide ICE-Bahnhöfen Göttingen und Kassel-Wilhelmshöhe. Nach Auskunft der Bahn steigen in Münden täglich über 1800 Menschen ein und aus. 86 Personenzüge von drei Unternehmen halten dort: Die Deutsche Bahn (Sie verkehrt zwischen Kassel/Erfurt/Halle) macht in Hann. Münden Station, die Erfurter Bahn (Sie ist zwischen Kassel und Erfurt unterwegs) sowie die Cantus-Bahn. Sie fährt zwischen Göttingen und Kassel. Der erste Zug hält um 4.36, der letzte um 0.25 Uhr.

Die beiden Bahnsteige sind abends gut beleuchtet, es gibt überdachte Sitzplätze, und per Lautsprecher werden die Reisenden über Verspätungen informiert. Video-Kameras gibt es in Hann. Münden nicht. Das Gelände wird von einem Sicherheitsdienst und der Bundespolizei regelmäßig kontrolliert. Zudem hat der Fahrdienstleiter im Stellwerk die Anlage gut im Blick.

Die Bahnsteige sind mit Rampen ausgestattet, ideal für Rollstuhlfahrer und Radtouristen. Und auch das Bahnhofsgebäude verfügt über einen behindertengerechten Eingang. Für die Sauberkeit sorgt ein Reinigungsteam, das regelmäßig kommt. Der Fußweg in die historische Altstadt dauert über die Bahnhofstraße etwa sieben Minuten. Aber vor dem Bahnhof stehen auch Taxen bereit - es gibt vier Plätze - und die Stadt hat ihren Zentralen Omnibusbahnhof dorthin verlegt. Von dort fahren Busse in die ganze Region.

Pendler schätzen zudem die über 160 Parkplätze, die die Stadt am Bahnhof angelegt hat. Wer sein Fahrrad dort sicher abstellen möchte, kann sich an Peter Schüller wenden. Er vermietet Plätze in einem gesicherten Unterstand.

Öffnungszeiten des Bahnhofs

Der Bahnhof ist montags bis freitags von sieben bis 17 Uhr geöffnet, samstags von 8 bis 14 Uhr. Das Bistro bietet montags bis freitags schon ab 6.30 Uhr Stärkungen an. Der Service-Point des Nordhessischen Verkehrsverbundes ist montags bis freitags von 7 bis11 Uhr sowie von 12 bis17 Uhr besetzt, samstags von 8 bis 14 Uhr.

Bewertung

Kreuzen Sie die Ihrer Meinung jeweils zutreffende Note an. Senden Sie den ausgefüllten Coupon bis zum 31. August an: HNA - Mündener Allgemeine, Kirchstraße 3, 34346 Hann. Münden.

Am Ende unserer Aktion werden für alle Stationen Durchschnittsnoten ermittelt. Daraus ergibt sich dann die Rangfolge der besten Bahnhöfe. Von Ekkehard Maaß

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