Der Bahnhof wirkt schmuddelig und bietet wenig Informationen – Bus-Haltepunkt gepflegt

Bahnhof Bad Karlshafen: Keine schöne Begrüßung im Kurort

Ein Gleis, ein Bahnsteig: Nach Göttingen und Ottbergen fahren die Züge in Bad Karlshafen. Die ehemaligen Bahnsteige rechts verwildern. Links das ehemalige Bahnhofsgebäude. Fotos: Dittrich

Bad Karlshafen. Zwei Bahnhöfe gab es einst in Bad Karlshafen, übrig geblieben ist davon nicht mehr viel: Während die Bahnstrecke durchs Diemeltal nach Hofgeismar längst abgebaut ist, ist noch ein Gleis der Harz-Weser-Bahn entlang des Flusses in Betrieb.

Von Bad Karlshafen aus gelangt man hier wochentags zwischen 5.58 Uhr und 19.51 Uhr achtmal nach Göttingen, um 13.51 Uhr nach Nordhausen (über Northeim) und zwischen 7.07 Uhr und 22.07 Uhr zehnmal nach Ottbergen.

In einer knappen Stunde ist man in Göttingen oder (mit Umstieg in Ottbergen) in Paderborn mit Anschluss an den Fernverkehr. Wer in Richtung Göttingen fährt, hat in Bodenfelde Umsteigemöglichkeiten nach Northeim/Nordhausen.

Längst verkauft ist das Bahnhofsgebäude, das jetzt als Wohnhaus genutzt wird. Zum Bahnsteig gelangt man nun über einen Weg außen am Gebäude vorbei. Die Begrüßung im Kurort fällt allerdings wenig herzlich aus: Die nicht mehr genutzten Bahnsteige überwuchern, der Mülleimer des schmuddelig erscheinenden Wartehäuschens am Bahnsteig quillt über. Auch der Zaun zwischen Bahnhofsgebäude und Bahnsteig macht keinen einladenden Eindruck.

Fahrkarten kann man in Bad Karlshafen nur noch am Automaten kaufen, der direkt am Bahnsteig untergebracht ist. Allerdings ist die Fahrtziel-Auswahl eingeschränkt: nur Karten in Richtung Nordrhein-Westfalen (Hochstift) und Südniedersachsen gibt es. Weder NVV-Fahrkarten noch Karten für Fernzüge oder Fahrplanauskünfte sind möglich.

Auch die Informationen am Bahnsteig sind spärlich. Im Schaukasten hängen der Fahrplan, die Hausordnung und ein Plakat mit der Telefonnummer des zuständigen Bahnhofsmanagements. Es gibt weder Durchsagen (trotz vorhandener Lautsprecher), noch ein anderes Informationssystem.

Besser sieht es außerhalb des Bahnhofs aus. Hier wurde vor einigen Jahren ein Wartehäuschen mit Toilette errichtet. Beides macht einen sauberen und gepflegten Eindruck. Der Grund: um diese Anlagen kümmert sich die Stadt Bad Karlshafen.

Telefon fehlt

Schmuddelig: Keinen guten Eindruck macht das Wartehäuschen auf dem Bahnsteig. Auch das Informationsangebot ist spärlich.

Am städtischen Wartehäuschen gibt es auch einen Fahrradständer und Informationen zum Angebot des NVV (Übersichtskarte, Preisstufen, Fahrpläne) und Taxi-Rufnummern. Leider fehlt aber ein Telefon, obwohl ein großer Wegweiser darauf hindeutet. Und an der Toilettentür fehlt ein WC-Hinweis.

Gut ausgeschildert ist der Weg zur Innenstadt und zum Bahnsteig. Ein Stadtplan oder Informationen zur Kurstadt fehlen allerdings.

Die Zahl der Parkplätze direkt am Bahnhof ist etwas knapp bemessen, es gibt aber in der Umgebung weitere Parkmöglichkeiten. Die Innenstadt oder die Wesertherme sind jeweils etwa einen halben Kilometer entfernt und zu Fuß erreichbar.

Man kann aber auch auf die Buslinien 180 nach Hofgeismar und 220 nach Beverungen/Höxter umsteigen. Beide Buslinien fahren durch die Karlshafener Innenstadt. Die Linie 180 fährt wochentags zwischen 4.41 Uhr und 21.56 Uhr 19 Mal in Richtung Hofgeismar, die Linie 220 zwischen 7.27 Uhr und 19.10 zehnmal nach Höxter.

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Von Marcus Dittrich

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