Bahnhof in Melsungen: Für Pendler tut sich was

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Bahnhof Melsungen zwischen Kassel und Bebra.

Melsungen. Der Umbau ist noch längst nicht fertig. Seit einigen Monaten wird der Melsunger Bahnhof modernisiert und umgebaut. An den Gleis- und Parkplatzanlagen hat sich schon vieles getan, seit die Stadt Melsungen 2008 das komplette Gelände gekauft hat.

In dem apricotfarbenen Bahnhofsgebäude sollen unter anderem Einrichtungen für Jugendliche und Vereine geschaffen werden. Aber auch der Wartebereich samt Ticketverkauf im Inneren soll in Regie der Kommune bald auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Damit dürfte die Bedeutung des Bahnhofs für die Melsunger noch zunehmen.

Nächstes Umbauziel ist eine Rampe für Busse, damit diese direkt am Bahnhofsgebäude vorfahren können, statt erheblich tiefer gelegen an der Bahnhofstraße zu halten. In einigen Wochen soll laut Stadtbauamt mit dem Umbau begonnen werden.

Der Melsunger Bahnhof ist ein Pendlerbahnhof. Viele Einwohner der Bartenwetzerstadt arbeiten in Kassel, gehen dort zur Schule oder pendeln auf der Schiene ein, um beim größten Arbeitgeber B. Braun ihr Geld zu verdienen. Sie fahren mit der Regiotram, die seit einigen Jahren in Melsungen hält. Durch die weißen Züge, die bis in die Kasseler Innenstadt fahren, hat der kleine Melsunger Bahnhof enorm an Bedeutung gewonnen.

Fahrgäste, die noch weiter fahren möchten, können am IC-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe umsteigen. Nach Süden fahren Regionalzüge des Verkehrsunternehmens Cantus bis Bebra.

Züge und Ziele: Von Melsungen aus fahren Züge entweder nach Norden oder nach Süden, in Richtung Kassel oder Bebra. Es ist ein typischer Nahverkehrsbahnhof, an dem die Regiotram sowie Züge des Verkehrsunternehmens Cantus halten. Der erste Zug fährt um 4.53 Uhr, der letzte um 23.57 Uhr.

Busse und Taxis: Momentan größte Schwachstelle des Bahnhofs ist der steile Fußweg zum nahen Busbahnhof. Nach Angaben des Stadtbauamts wird in Kürze eine Rampe gebaut, sodass die Busse künftig direkt am Bahnhofsvorplatz halten können. Vor dem Bahnhofsgebäude warten fast immer Taxis.

Öffnungszeiten: Das Bahnhofsgebäude mit dem Ticket-Schalter, der von einer Agentur betrieben wird, ist von 6.30 bis 17 Uhr geöffnet. Ab 17 Uhr ist das Bahnhofsgebäude nicht mehr zugänglich. Tickets gibt es dann nur noch am Fahrkartenautomaten seitlich am Gebäude.

Sauberkeit und Gebäude: Der Bahnhof sieht sauber und gepflegt aus. Die Wartehäuschen, Rampen und Treppen zu den Gleisen sowie die kleinen elektronischen Anzeigentafeln entsprechen modernen Standards. Fahrrad- oder Rollstuhlfahrer gelangen über eine Rampe zu den Gleisen. Einen Aufzug gibt es nicht.

Toiletten und Gastronomie: Toiletten befinden sich im Bahnhofsgebäude und können somit nur während der Öffnungszeiten benutzt werden. Ein Toilettenbesuch kostet 50 Cent. Ein Café oder Restaurant hat der Bahnhof nicht. Am Ticket-Schalter gibt es kalte Getränke, Eis und Süßigkeiten. In der Bahnhofshalle steht ein Kaffeeautomat.

Parkplätze und Radständer: Auf der gegenüberliegenden Seite der Gleisanlage sowie nahe dem Busbahnhof gibt es viele Autostellplätze und überdachte Fahrradständer.

Lage: Der Bahnhof liegt nicht weit vom Zentrum Melsungens. Innenstadt und die Fulda sind zu Fuß zu erreichen.

Sicherheit und Beleuchtung: Mehrere Überwachungskameras sind an den Gleisen angebracht. Nachts wird das Bahnhofsgelände beleuchtet. Wachpersonal gibt es nicht.

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Von Heike Wagner

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