Fahrgäste warten auf den geplanten Umbau

Bahnhof Mönchehof: Stolperfallen auf dem Bahnsteig

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Flickenteppich Bahnsteig: Nach vielen Ausbesserungsarbeiten kann der Bahnsteig gerade für ältere Leute schnell zur Stolperfalle werden. Am Bahnhofsgebäude gibt es einen Kartenautomaten, darin einen tristen Wartesaal.

Espenau. Der Bahnhof Espenau im Ortsteil Mönchehof teilt das Schicksal vieler kleinerer Haltepunkte: Das zentrale Bahnhofsgebäude ist im Besitz einer Investorengruppe, die sich kaum um die Immobilie kümmert.

Deshalb bröckelt der Putz, macht das geschlossene Empfangsgebäude einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Das gilt auch für den Bahnsteig, der nach diversen Ausbesserungsarbeiten einem Flickenteppich gleicht. Von dort geht der Zugang zu einem kahlen Warteraum als Wetterschutz.

Draußen finden sich ein Kartenautomat und einige Holzbänke. Ein Fahrdienstleiter ist zwar vor Ort, hat aber keinen Kundenkontakt. Gravierender Nachteil: Wer in die Züge in Richtung Hofgeismar-Warburg einsteigen will, muss immer ein Gleis mittels Holzbohlen überqueren. Schuld daran ist der veraltete Mittelbahnsteig.

Aber: Die Bahn als Bauherr wird den in die Jahre gekommenen Haltepunkt zusammen mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) als Planer modernisieren und kundenfreundlicher gestalten.

Zwei neue Außenbahnsteige, die direkt über die bestehende Unterführung erreicht werden können, werden gebaut. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bis zu 800 Fahrgäste täglich

Für Autos und Fahrräder: Am Rand des Bahnhofsgeländes baute die Gemeinde eine Park-&-Ride-Anlage mit 20 Stellplätzen und zehn Fahrradboxen. Hier liegt auch eine Bushaltestelle.

Die Modernisierung ist sinnvoll, denn der Bahnhof wird gut angenommen. 600 bis 800 Fahrgäste täglich - mit steigender Tendenz - seien für Espenau ein "sehr gutes Ergebnis", heißt es dazu beim NVV. Die Kunden können auch 20 Stellplätze im Park-&-Ride-System mit zehn Fahrradboxen nutzen, die vermietet werden. Die Anlage wurde 2002 von der Gemeinde gebaut.

Dort steht auch eine Bushaltestelle für die Regionalbuslinien. In Mönchehof fahren die Regiotram-Linie 3 (RT3) und der Regionalexpress (RE3). Innerhalb einer Stunde halten dort zwei RT3 und ein RE3, die in Richtung Kassel und Hofgeismar fahren. Die erste Bahn nach Hofgeismar hält in Mönchehof um 4.44 Uhr (die letzte um 23.14 Uhr), die nach Kassel um 5.40 Uhr (die letzte um 0.04 Uhr). Nach der Modernisierung fällt der Regionalexpress weg, die Regiotrams fahren dann im 30-Minuten-Takt.

Fazit nach dem Rundgang: Das reine Transportangebot ist in Ordnung, Service und Umfeld lassen stark zu wünschen übrig.

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Von Stefan Wewetzer

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