Alter Glanz ist lang dahin

Bahnhof in Wega mit Mängeln: Selbst der Fahrkartenschalter wurde abgebaut

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Bahnhof in Wega mit Mängeln: Selbst der Fahrkartenschalter wurde abgebaut

Wega. Die Scheiben zugehängt, die Türen fest verschlossen: Der kleine Bahnhof im Bad Wildunger Stadtteil Wega - an der Bahnlinie Bad Wildungen-Wabern direkt neben der Bundesstraße 253 gelegen - hat schon bessere Tage erlebt.

Wo einst gerade der Güterverkehr mit Schaumstoffprodukten aus den ehemaligen Wegaer Correcta-Werk pulsierte, ist heute Tristesse angesagt. Schon vor Jahren wurde Wega zum Haltepunkt degradiert.

Die Bahnmitarbeiter des Schalters und des Stellwerkes sind schon lange ausgezogen. Das Bahnhofsgebäude selbst wechselte vor drei Jahren ins Eigentum eines deutsch-britischen Firmenkonsortiums. Getan hat sich seitdem allerdings nichts.

Bahnreisende finden am Gelände eine Reihe von gebührenfreien Parkplätzen. Fahrradfahrer können ihre Räder an einem überdachten Fahrradständer festschließen.

Ein kleiner Unterstand bietet einigen wenigen Reisenden Schutz vor Wind und Wetter. Die Zahl der Sitzgelegenheiten unterm Dach fällt mit einer Bank für drei Personen nicht gerade üppig aus. Toiletten für die Wartenden oder eine Uhr? Fehlanzeige.

Eine Hinweistafel informiert an dem schlichte Wetterschutz über den Fahrplan auf dieser Bahnlinie. Neun Züge fahren ab diesem Haltepunkt in der Woche in Richtung Wabern, der erste um 5.27 Uhr, davon einer durchgehend bis nach Kassel. Ebenfalls neun sind es in Richtung Bad Wildungen. Wer noch kein Ticket hat, sucht vergebens nach einem Fahrkartenautomaten. Der wurde schon kurz vor Weihnachten 2008 abgebaut.

Zu wenig Umsatz, hieß es damals seitens des NVV. Aber: Tickets für Reisende, die dort zusteigen, können auch beim Zugführer gelöst werden.

Fazit: Der Bahnhof in Wega ist nicht gerade ein einladender Ort. Die Zeit scheint dort schon vor vielen Jahren stehen geblieben zu sein. Doch er bietet über Wabern Anschluss zu den Hauptrouten der Bahn - im Gegensatz zur einstigen Strecke nach Korbach, die in Wega abzweigte, aber schon schon seit den 90er Jahren geschlossen ist.

Auf der alten Trasse wird inzwischen ein Radweg gebaut, Nur noch Haltepunkt: der Bahnhof in Wega. Die früheren Betriebsräume im Erdgeschoss des alten Bahnhofsgebäude sind fest verschlossen, das Obergeschoss ist aber noch bewohnt.

Von Jörg Schade

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