Auf Thassos, Griechenlands nördlichster Insel, gibt es Honig und schöne Strände

Bienen und Badebuchten

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Eine von vielen schönen Buchten: Der Strand von Aliki im Süden der Insel. 

Auf Thassos, Griechenlands nördlichster Insel, gibt es Honig und schöne Strände

Die bunten Kästen stehen idyllisch im Olivenhain verteilt, ihre kleinen Bewohner summen aufgeregt um ihre farbenprächtigen Behausungen. Zwischen Kräutern und Blumen finden die Bienen Nahrung im Überfluss. Auf Thassos, Griechenlands nördlichster Insel, hat die Bienenzucht Tradition. Hier wird ein Großteil des griechischen Honigs produziert. Bei Wanderungen über die Insel trifft man immer wieder auf die knallbunt bemalten Bienenkästen. Selbst am Rande der Hauptstadt tauchen sie als bunte Farbkleckse überall in der Landschaft auf.

Limenas, der Hauptort der Insel, erinnert mit über 3000 Bewohnern eher an ein Dorf. Wer gemütlich durch den Ort bummelt, stößt zwangsläufig auf Überreste aus der Antike: Ob antike Säulen oder Mauerreste – die Stadt ist ein einziges Freilichtmuseum. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des Archäologischen Museums am alten Hafen. In den hellen, lichtdurchfluteten Räumen findet man eine erstaunlich umfangreiche Sammlung von Exponaten, die auf Thassos ausgegraben wurden. Wertvollster Besitz ist die rund 3,5 Meter hohe Statue eines Jünglings mit einem Widder im Arm – der Kouros von Thassos.

Von Limenas aus gibt es zahllose Wandermöglichkeiten in die nähere Umgebung, zum Beispiel nach Makryammos. In der malerischen Bucht befindet sich die gleichnamige Bungalowanlage, in der majestätische Pfaue über die Rasenflächen schreiten und Rehe in einem Gehege von den Gästen mit reichlich Nahrung versorgt werden.

Der schneeweiße Marmor ist sehr begehrt

Durch dichte Pinienwälder, immer mit Blick auf das azurblaue Meer, kann man dann noch weiter zu den Marmorsteinbrüchen wandern, die heute noch eine große Bedeutung für die Insel haben. Der Marmor auf Thassos ist schneeweiß und deshalb sehr begehrt. Er wird auf der Insel in mehreren Steinbrüchen abgebaut und in die ganze Welt exportiert. Von den Steinbrüchen aus geht es weiter nach Panagia, einem wunderschönen Dorf direkt an der Küstenstraße. Hier kann man am nahen Chrissi Amoudia eine Badepause einlegen und die etwa 14 Kilometer nach Limenas mit dem Bus zurückfahren.

Wer noch mehr von der Insel sehen möchte, der sollte sich ein Fahrzeug mieten. Von Panagia aus geht es Richtung Süden und bald hat man wieder die tiefblaue Ägäis im Blickfeld. Breite Strände und kleine, felsengerahmte Badebuchten laden immer wieder zum Verweilen ein, bis man schließlich im Süden der Insel Moni Archangelou erreicht. Das Kloster liegt direkt an der Uferstraße festungsartig auf einem Felsen hoch über dem Meer.

Weiter geht es nach Potos, ganz in den Süden. Von dort gibt es eine der wenigen Straßen, die ins Inselinnere führen, in diesem Fall zum Bergdorf Theológos. Nach wenigen Kilometern hat man sein Ziel erreicht und kann dann durch die schmalen Gassen bummeln. Hier geht das Leben noch geruhsamer zu. Das wissen auch die Deutschen und Engländer, die sich viele der schönen alten Häuser gekauft und liebevoll stilgerecht restauriert haben.

Reisetipps

Reiseziel: Thassos ist eine Insel im Nordosten Griechenlands im Thrakischen Meer der nördlichen Ägäis, etwa acht Kilometer von der makedonisch-thrakischen Küste entfernt. Thassos ist circa 380 Quadratkilometer groß, rund 15 000 Menschen leben dort. Eine 95 Kilometer lange Küstenstraße umrundet die Insel. Anreise: Mit dem Flugzeug von Deutschland nach Kavala (Flugzeit ca. 2 Stunden). Vom Flughafen Fahrt nach Keramoti (ca. 20 Minuten) und von dort mit der Fähre  nach Limenas auf Thassos (ca. 45 Minuten).
Klima: Die Insel ist sehr grün. Dennoch fällt von Juni bis September kaum ein Tropfen Regen.
Auskunft: Griechische Zentrale für Fremdenverkehr, Neue Mainzer Straße 22, 60311 Frankfurt/Main T 0 69 / 25 78 27 0, E-Mail: info@gzf-eot.de Thassos im Internet: www.thassos-island.de

von Ursula Angelika Küffner

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