Explosionen in Boston

Reise-Storno wegen Angst vor Bomben?

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Ausnahmezustand nach den Explosionen beim Boston-Marathon.

Hannover - Wer zu Hause auf gepackten Koffern sitzt, ist verunsichert. Können Urlauber jetzt aus Angst wegen der Bombenanschläge in Boston eine bereits gebuchte Reise in die USA kostenlos stornieren?

„Wer eine Reise nach New York, Las Vegas oder Kalifornien gebucht hat, muss diese antreten oder die Stornokosten tragen“, erklärte Reiserechtler Paul Degott aus Hannover. „Schlechtes Gefühl erlaubt keine kostenlose Stornierung, es braucht objektive Gründe.“

Wer einen Urlaub in Boston geplant hat, müsse schauen, wie die Situation vor Ort genau ist. So läge theoretisch ein Fall von höherer Gewalt vor, falls zum Beispiel wegen polizeilicher Sperrungen eine Mietwagenreise nicht wie geplant ablaufen könnte. Sowohl Reiseveranstalter als auch Reisende könnten in so einem Fall ihren Vertrag kündigen. Urlauber bekämen dann ihr Geld zurück.

Eine gute Orientierungshilfe bieten hierfür die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Liegt eine solche Warnung vor, so gilt dies als Hinweis auf die Möglichkeit eines kostenfreien Rücktrittsrechtes vor Antritt der Reise. Auch die Rechtsprechung orientiert sich an den jeweiligen Mitteilungen des Auswärtigen Amtes.

Die amerikanischen Behörden in Boston bitten darum, öffentliche Plätze zu meiden und zu Hause zu bleiben. Mehr Infos zu aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amts.

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

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dpa

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