"Bombenstimmung" am Urlaubsort - was tun? 

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Ein leerer Strand: Nach den Unruhen in Tunesien haben fast alle westlichen Touristen das Land verlassen.

Ausnahmezustand in Tunesien, Unruhen in Thailand - wo das Volk sich gegen seine Regierung auflehnt, gibt es für Urlauber keine Erholung. Doch wer zahlt, wenn die Auslandsreise platzt?

Aus Sicherheitsgründen sind am vergangenen Wochenende viele Tunesien-Touristen in ihre Heimatländer ausgeflogen worden. Wer nun zuhause auf seinen Koffern sitzt, ist verunsichert. "Zwar hat das Auswärtige Amt bislang noch keine Reisewarnung ausgesprochen, rät aber auf seiner Homepage vor nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Tunesien ab", weiß Anne Kronzucker, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

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Ohne Kostenrisiko kann der Pauschalreisende bei Vorliegen von höherer Gewalt vom Reisevertrag zurücktreten. "Allein die Angst vor Terroranschlägen reicht hierfür allerdings nicht aus", erklärt die D.A.S. Juristin. "Erst wenn tatsächlich eine akute Gefahr für Leib und Leben des Reisenden besteht, kann von höherer Gewalt ausgegangen werden."

Eine gute Orientierungshilfe bieten hierfür die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Liegt eine solche Warnung vor, so gilt dies als Hinweis auf die Möglichkeit eines kostenfreien Rücktrittsrechtes vor Antritt der Reise. Auch die Rechtsprechung orientiert sich an den jeweiligen Mitteilungen des Auswärtigen Amtes.

Reisewarnung oder doch nur Sicherheitshinweis?

Im Krisenfall beurteilt die Behörde die Zustände vor Ort allerdings differenziert. Daher ist Vorsicht geboten, so ein Hinweis von D.A.S.-Juristin Anne Kronzucker: "Spricht das Auswärtige Amt nur einen Sicherheitshinweis aus, so steht dem ängstlichen Reisenden kein stornofreies Rücktrittsrecht zur Verfügung!" Die durch einen in dieser Situation ausgesprochenen Rücktritt entstehenden Kosten können sehr stark variieren. Sie richten sich nach den vereinbarten Geschäftsbedingungen des Reiseveranstalters und der noch bestehenden Zeitspanne zum geplanten Reisetermin.

Top 10 Sonnen-Ziele im Winter

Bikini
Zum Winterurlaub in die Sonne: 77 Prozent haben diesen Winter, laut einer Umfrage von lastminute.de, mehr denn je den Wunsch, in die Sonne zu reisen. Nur 12 Prozent wollen in den Schnee. Hier haben wir die besten Reiseziele in die Sonne zusammengestellt. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Dubai: Im Winter circa 30 Grad und so gut wie kein Regen. Das bekannteste der sieben Vereinigten Arabischen Emirate lockt im Winter mit dauerhaft sonnigem Wetter. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 6 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Fuerteventura: Im Winter circa 24 Grad und selten Regen. Fuerteventura, eine der Kanarischen Inseln, liegt vor der Küste Afrikas. Ein Vorteil der Insel: die Berge sind niedrig, so dass die Wolken darüber hinwegziehen - deshalb regnet es hier selten. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 4,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Hurghada: Im Winter circa 27 Grad und kaum Regen. Hurghada liegt am Roten Meer in Ägypten und ist seit Jahren das ganze Jahr hindurch eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen - vor allem auch im Winter wegen dem zuverlässig sonnigen Wetter. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 4,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Langkawi: Im Winter um die 30 Grad und trocken. Vor der Nordwestküste Malaysias liegt die Insel Langkawi - und im Gegensatz zur Ostküste Malaysias gibt es hier keine Regenzeit. Kombiniert mit den tropischen Temperaturen macht dies Langkawi zu einem herrlichen Winterziel. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 12,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Malediven: Im Winter fast 30 Grad und von Januar bis März ist Trockenzeit.Über 1000 Inseln - eine schöner als die andere: Als beste Reisezeit für die Malediven gelten unsere Wintermonate. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 11 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Miami: Im Winter circa 23 Grad und wenig Regen. Die Sommer sind heiß-feucht, die Winter aber trocken-warm in Miami - was die Traumstadt in Florida zu einem tollen Bibber-Flucht-Ziel macht. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 9 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Oman: Im Winter circa 25 Grad und kaum Regen. Hier im Osten der Arabischen Halbinseln ist der Orient noch lebendig. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 7,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Phuket: Im Winter um die 30 Grad und Januar bis April am trockensten. Im Süden von Thailand liegt Phuket - die größte Insel des Landes mit bergiger Landschaft, üppiger Vegetation und traumhaften Stränden. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 11 Stunden.  © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
St. Lucia: Im Winter circa 25 Grad und Januar bis April ist Trockenzeit. St. Lucia - eine kleine Insel in der Karibik mit üppigen Wäldern, herrlichen Berglandschaften, traumhaften Stränden. Während unseres Winters locken hier tropische Wärme und ab Januar wenig Regen. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 7,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Ras al Khaimah - im Winter circa 30 Grad und Regen ist eine Seltenheit. Ras al Khaimah ist eines der Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate und bietet Sommer im Winter - mit 30 Grad und so gut wie keinem Regen. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 6 Stunden. © dpa

 

Schon unterwegs und das Chaos bricht aus

Pauschalreisende, die vor Ort von einer Reisewarnung ereilt werden, können den Reisevertrag wegen höherer Gewalt kündigen. Dann verliert der Reiseveranstalter seinen Anspruch auf den vollständigen Reisepreis. "Bereits vom Reisenden beanspruchte Leistungen müssen in der Regel allerdings trotzdem bezahlt werden", erklärt Anne Kronzucker. Fallen für den vorzeitigen Rücktransport zusätzliche Kosten an, so werden diese zwischen Reiseveranstalter und Reisendem hälftig geteilt. Dies ist eine für alle Beteiligten gerechte Lösung, schließlich sind weder der Reisende noch der Reiseveranstalter Schuld an den Terroranschlägen.

Quelle: D.A.S.

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