Schluss mit Ski-Ausflügen

Bei Reisen ins Ausland: Bundesland führt Quarantänepflicht für Tagesausflügler ein

Lastwagenstau in Weil am Rhein, Dreilandereck Baden-Württemberg.
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Einer kurzer Shopping-Trip ins Ausland ist in Baden-Württemberg nicht mehr möglich.

Baden-Württemberg hat nun für Tagesausflügler, die es über die Grenze treibt, die Quarantänepflicht eingeführt. Was Reisende beachten müssen.

Ein Tagesausflug in die Schweiz oder nach Frankreich ist für die Bürger in Baden-Württemberg nun nicht mehr möglich – zumindest nicht, wenn die Reisenden die Quarantänepflicht umgehen wollen. Bisher galt nämlich eine Ausnahmeregelung für Menschen aus Baden-Württemberg, die sich weniger als 24 Stunden im Ausland aufgehalten haben. Ein kurzer Ski-Ausflug* oder Stadtbummel im Ausland waren also weiterhin erlaubt. Das ändert sich ab Mittwoch (23. Dezember).

Baden-Württemberg: Quarantänepflicht für Tagesausflüge ins Ausland

Die rasant steigenden Corona-Fallzahlen in Baden-Württemberg haben dazu geführt, dass die Verordnung für die Einreise angepasst wurde, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. „Angesichts der extrem angespannten pandemischen Lage müssen die Grenzübertritte vorübergehend auf ein zwingend notwendiges Maß reduziert werden“, so Gesundheitsminister Manne Lucha. „Wir appellieren an die Menschen, auch die bestehenden Regelungen nicht vollends auszureizen und alle nicht notwendigen Kontakte zu unterlassen.“

Ab dem 23. Dezember gilt deshalb: Wer aus überwiegend touristischen Gründen oder zu Zwecken des Einkaufs ins Ausland reist, muss sich ab sofort in die übliche zehntägige Quarantäne begeben. In Bayern gibt es eine solche Regelung schon seit Ende November. Ausnahmen von der Quarantänepflicht stellen ab sofort nur noch Kurztrips unter 24 Stunden dar, die aus einem triftigen Grund erfolgen – zum Beispiel Arbeit, Schule, Arztbesuche oder familiäre Angelegenheiten. Auch Personen, die für weniger als drei Tage (72 Stunden) einreisen, um Verwandte ersten Grades, Ehepartner oder Lebensgefährten zu besuchen, oder wegen des geteilten Sorgerechts, müssen nicht in Quarantäne.

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Neben der Quarantänepflicht für Tagesausflügler gelten zudem verschärfte Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg. Die Wohnung darf nachts zwischen 20 Uhr und 5 Uhr nur noch aus triftigen Gründen, wie zum Beispiel der Arbeit oder Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, verlassen werden. Auch tagsüber sollen Bürger die Wohnung nur aus besonderen Gründen und zielgerichtet verlassen. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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