Pandemie

Kreuzfahrt-Urlaub in Corona-Zeiten: Wo ist eine Schiffsreise aktuell möglich?

Ein Kreuzfahrtschiff ist in der Nähe von Palm Beach in Florida unterwegs.
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Viele Reisende sehnen sich nach einem Kreuzfahrt-Urlaub.

Die Corona-Pandemie hat vielen Deutschen ihre Urlaubspläne durchkreuzt. Trotzdem träumen viele von einer Kreuzfahrt. Wo ist das trotz Lockdown im Frühjahr schon möglich?

  • Die Reedereien haben strenge Hygienekonzepte entwickelt und hoffen auf Lockerungen.
  • Nach Karibik-Reisen oder Kreuzfahrten ab US-Häfen sieht es vorerst nicht aus.
  • Der Kreuzfahrtverband hat Covid-19-Testpflicht für Passagiere und Crew beschlossen.

Corona hat die Kreuzfahrt-Unternehmen* im letzten Jahr hart getroffen. Die ehemals boomende Branche erlitt Verluste in Milliardenhöhe. Die meisten der weltweit 400 Schiffe stehen in den Häfen, ältere Modelle wurden gar verschrottet. Rund 200.000 Menschen verloren 2020 europaweit ihre Jobs in der Branche, viele sind in Kurzarbeit.

Doch fürs Frühjahr 2021 zeigen sich die Reedereien vorsichtig optimistisch: Schon ab Mitte Februar sind auf der AIDA, beim Anbieter Costa oder der TUI Schiffsreisen nach Nordeuropa oder im Mittelmeer im Programm. Die Nachfrage ist da: Trotz Reisewarnungen ist die Lust auf einen Tapetenwechsel bei vielen Deutschen ungebrochen – die Buchungen bei den Kreuzfahrt-Anbietern gehen vor allem für die zweite Jahreshälfte steil nach oben. Ob sich die Pläne der Anbieter umsetzen lassen? Das wird vor allem auch davon abhängen, wie viele Länder Ihre Häfen 2021 für Kreuzfahrtschiffe öffnen.

Lesen Sie hier: Italien mit überraschenden Lockerungen: Normaler Urlaub bald wieder möglich?

Corona-Pandemie 2021: Wo können Sie momentan auf Kreuzfahrt-Urlaub gehen – und wo nicht?

Schiffsreisen im Mittelmeer oder in der Nordsee sind Stand Februar 2021 ab dem Frühjahr möglich. Dazu gehören auch Norwegen und Spitzbergen. Auch die Häfen der Kanarischen Inseln dürfen angefahren werden. Portugal hat seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe dagegen noch gesperrt, genauso wie Griechenland und das spanische Festland. Ausnahme: Vor der portugiesischen Insel Madeira dürfen Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Karibik-Reisen und Atlantik-Überquerungen, die in den USA starten, finden wohl vorerst nicht statt. Das gilt etwa für Starthäfen wie Miami, Fort Lauderdale und New York – kaum verwunderlich, da derzeit eine Einreisesperre für Europäer in die USA gilt. Auch Kreuzfahrten nach Kanada oder auf die Seychellen werden derzeit nicht angeboten. Hier liegen die Hoffnungen der Reedereien auf der zweiten Jahreshälfte. Sicher reisen heißt auch: Eingeschränkt reisen.

Um Ausbrüche von Covid-19 zu vermeiden, gelten auf den Kreuzfahrtschiffen strenge Hygienekonzepte. Jeder Passagier muss sich vor der Reise testen lassen. Die Kosten übernimmt bei den etablierten Anbietern die Reederei. An Bord gilt eine Maskenpflicht – sowohl für die Passagiere als auch die gesamte Crew.

Was die Sicherheit erhöht: Anders als bei einem Hotelurlaub gehen die Passagiere nicht ein und aus. Der Personenkreis bleibt überschaubar – was ein Tracking im Ernstfall erleichtert. Hinzu kommt, dass die Auslastung der Schiffe bei maximal 60 Prozent liegt und bei Landgängen gelten für die Passagiere verschärfte Sicherheitsbedingungen. Oft sind diese auch gar nicht möglich – hier entscheiden die Gesetze der Zielländer.

Lesen Sie hier: Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen – nur vor einer Sache schrecken Urlauber zurück.

Kreuzfahrt-Urlaub 2021 im Corona-Lockdown – wie ist die Rechtslage?

Die Corona-Fallzahlen sollen eingedämmt werden. Daher rät die Bundesregierung momentan von allen nicht notwendigen Reisen ab – für viele Länder gelten Reisewarnungen des Auswärtigen Amts. Dennoch: Ausdrücklich verboten sind Urlaubsreisen und somit auch Kreuzfahrten nicht. Entscheiden sind die Reisebeschränkungen der Zielländer: Jeder Urlauber hat die Pflicht, sich im Vorfeld genauestens über diese zu informieren. Wartezeiten an der Grenze sind oft keine Seltenheit und auch für Abweisungen ist der Urlauber selbst verantwortlich. Bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet sind Sie in Deutschland verpflichtet, unverzüglich in Quarantäne zu gehen – das gilt auch für Kreuzfahrten. Das heißt: Sie dürfen Haus oder Wohnung für zehn Tage nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Die Quarantäne lässt sich durch einen negativen Test verkürzen, allerdings erst ab dem fünften Tag. (ih) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Quellen: Welt.de, Kreuzfahrtberater.de, adac.de, aida.de 

Auch interessant: Erste Länder in Europa heben Reise-Beschränkungen für Corona-Geimpfte auf.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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