Strafen

Neue Corona-Maßnahmen auf künftigen Kreuzfahrten: Rechtliche Konsequenzen bei Nichtbeachtung

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Wann werden Kreuzfahrten wieder möglich sein?

Für Kreuzfahrtgesellschaften werden künftig neue Regelungen hinsichtlich der Corona-Krise gelten. Diese werden bei Nichtbeachtung Strafen mit sich bringen.

  • Die Kreuzfahrt-Industrie musste bereits viel Kritik hinsichtlich ihres Umgangs mit der Corona-Krise einstecken.

  • Der Druck auf die Reedereien nimmt weiter zu.

  • Urlaub auf Kreuzfahrtschiffen* könnte demnach bald anders aussehen, sobald die ärgsten Einschränkungen wegen des Coronavirus* vorüber sind.

Quarantäne auf Kreuzfahrt: Coronavirus-Ausbruch künftig vermeiden

Kreuzfahrtgesellschaften werden neue Gesundheitsregelungen einführen, sobald wieder Kreuzfahrten mit Passagieren stattfinden dürfen. Diese könnten künftig bei Nichtbeachtung saftige Strafen mit sich bringen. Etwa dann, wenn sich Antworten auf den eingeführten medizinischen Fragebogen als falsch herausstellen. Zudem könnte es demnach auch Personen mit chronischen Erkrankungen verboten werden, an Kreuzfahrten teilzunehmen.

"Unsere Gesundheitsüberwachung, das Screening und die operationellen Protokolle sind so konzipiert, dass sie sowohl streng als auch flexibel sind, und wir passen uns aggressiv an Veränderungen an, sobald diese eintreten", erklärte Princess Cruises gegenüber dem britischen Express. "Wir arbeiten eng mit Vertretern des öffentlichen Gesundheitswesens zusammen, darunter die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) der Vereinigten Staaten und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Cruise Lines International Association (CLIA), um bewährte Verfahren zum Schutz der Gesundheit unserer Gäste und Besatzung im Zusammenhang mit COVID-19 zu definieren und umzusetzen." Die neuen Richtlinien würden sich auf die Zeit kurz vor der Kreuzfahrt, die Einschiffung selbst und die Zeit an Bord beziehen.

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Vor der Kreuzfahrt

Kreuzfahrt-Reisende werden bestimmte Kriterien erfüllen müssen. Nicht an Bord kommen dürfen werden

  • Personen, die mit einem vermuteten oder bestätigten Fall von Covid-19 in Kontakt gekommen sind,
  • Personen, die vor der Einschiffung an Fieber oder grippeähnlichen Symptomen gelitten haben und
  • Personen mit schweren chronischen Erkrankungen.

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Einschiffung

Princess Cruises wird bei allen auf dem Kreuzfahrtschiff anwesenden Personen obligatorische Temperaturmessungen durchführen. Generelle Maßnahmen könnten sein:

  • Alle Personen mit Fieber werden nicht befördert.
  • Zudem müssen Passagiere ein Formular ausfüllen, in dem sie angeben müssen, ob sie an bestimmten Symptomen leiden.
  • Wer diese nicht angibt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

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Corona-Regelung an Bord der Kreuzfahrtschiffe

Auch an Bord soll es bestimmte Maßnahmen zur gesundheitlichen Sicherheit aller Anwesenden geben:

  • Selbstbedienungsbereiche werden regelmäßig gereinigt und desinfiziert.
  • Serviergeräte werden regelmäßig ausgetauscht.
  • Passagiere werden angewiesen, sich die Hände zu waschen oder an den Eingängen der Speisesäle Desinfektionsgel zu verwenden.
  • Alle Schiffe selbst werden gründlicher gereinigt.

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sca

Kreuzfahrten: Wie umweltfreundlich und vertretbar sind sie wirklich?

Die Kreuzfahrt ist eine beliebte Urlaubsform mit seit Jahren steigenden Passagierzahlen.
Die Kreuzfahrt ist eine beliebte Urlaubsform mit seit Jahren steigenden Passagierzahlen. © Andrea Warnecke
In Norwegen sollen strenge Umweltschutzgesetze unter anderem die sensible Fjordlandschaft schützen.
In Norwegen sollen strenge Umweltschutzgesetze unter anderem die sensible Fjordlandschaft schützen. © Hurtigruten
Kraftstoff bunkern: Auch das Tankschiff für die "Aida Nova" wird mit LNG aus Terminals in Barcelona und Teneriffa angetrieben.
Kraftstoff bunkern: Auch das Tankschiff für die "Aida Nova" wird mit LNG aus Terminals in Barcelona und Teneriffa angetrieben. © Juanjo Martinez
Die "Aida Nova" von Aida Cruises ist das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das im Hafen und auch auf See hauptsächlich mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben wird.
Die "Aida Nova" von Aida Cruises ist das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das im Hafen und auch auf See hauptsächlich mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben wird. © Juanjo Martinez
Felix Eichhorn ist Präsident der Reederei Aida Cruises.
Felix Eichhorn ist Präsident der Reederei Aida Cruises. © Andrea Warnecke
Daniel Skjeldam ist CEO der norwegischen Reederei Hurtigruten.
Daniel Skjeldam ist CEO der norwegischen Reederei Hurtigruten. © Hurtigruten
Kreuzfahrtschiffe gelten vielen als "Dreckschleudern", die die Umwelt verschmutzen.
Kreuzfahrtschiffe gelten vielen als "Dreckschleudern", die die Umwelt verschmutzen. © Philipp Laage
Umweltschutz ist besonders in ökologisch sensiblen Gegenden wie hier in der Arktis wichtig.
Umweltschutz ist besonders in ökologisch sensiblen Gegenden wie hier in der Arktis wichtig. © Verena Wolff
Mit der "Roald Amundsen" von Hurtigruten geht das erste Hybrid-Expeditionsschiff an den Start.
Mit der "Roald Amundsen" von Hurtigruten geht das erste Hybrid-Expeditionsschiff an den Start. © Hurtigruten
Die meisten Kreuzfahrtschiffe fahren mit Schweröl, dem Überrest aus den Erdölraffinerien.
Die meisten Kreuzfahrtschiffe fahren mit Schweröl, dem Überrest aus den Erdölraffinerien. © Andrea Warnecke

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