Corona-Maßnahmen

„Traumatisierend und demütigend“: Airline wirft Familie von Bord – wegen Verhalten einer Zweijährigen

Eine Maschine der United Airlines am Flughafen Frankfurt am Main.
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Bei United Airlines müssen Kinder ab zwei Jahren einen Mundschutz tragen.

Eine Familie wurde eines Fluges verwiesen, weil die zweijährige Tochter den Corona-Mundschutz nicht aufsetzen wollte. Im Netz erhalten sie nur wenig Verständnis.

Eliz Orban wollte zusammen mit ihrem Mann und der zweijährigen Tochter von Denver nach New Jersey fliegen. An Bord der United-Airlines-Maschine wollte das Kleinkind aber keinen Mundschutz tragen, so wie es die Regeln der Airline verlangen. Daraufhin musste die gesamte Familie die Maschine verlassen.

Corona-Pandemie: Familie muss Flugzeug verlassen – „Traumatisierend und demütigend“

„Heute wurden wir von Bord geschmissen, weil unsere Zweijährige keine Maske aufsetzen wollte“, berichtete Orban unter Tränen in einem Video, das sie auf Twitter teilte. Zudem sei die ganze Familie für immer von Flügen der United Airlines ausgeschlossen. Die Mutter filmte im Flugzeug, wie ihr Mann versuchte, der Tochter die Maske* aufzusetzen – doch diese weigerte sich. Ein Schal, dem er dem Mädchen über den Mund hielt, überzeugte den Mitarbeiter der Airline nicht. Darum musste die Familie das Flugzeug verlassen.

Die Corona-Richtlinien der amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines sieht vor, dass alle Personen ab zwei Jahren den ganzen Flug über einen Mundschutz tragen müssen. Die Centers for Disease Control und Prevention, eine Behörde des amerikanischen Gesundheitsministeriums, empfiehlt ebenfalls, dass für Kinder ab zwei Jahren eine Maskenpflicht gelten sollte. Bei der Weltgesundheitsorganisation WHO rät man allerdings zu einer Maskenpflicht ab sechs Jahren. Auch in Deutschland orientiert man sich in den meisten Bundesländern an dieser Empfehlung.

Die Erfahrung war absolut traumatisierend und sehr demütigend“, erklärte Orban später in einem Interview mit dem Sender FOX News. Als die Familie zuletzt im Oktober mit der Airline unterwegs war, hätte es noch keine Probleme gegeben. Ihr Beitrag auf Twitter wurde mittlerweile über 23.500 Mal geliket und über 10.700 Mal geteilt (Stand: 15. Dezember). Allerdings wird das Verhalten der Familie von vielen Nutzern kritisiert.

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Zweijährige will keinen Corona-Mundschutz tragen: User zeigen wenig Verständnis

Eine Person meint: „Meinen Zweijährigen hat es auch nicht immer gefallen, in ihren Autositz geschnallt zu sein. Aber als Elternteil habe ich dafür gesorgt, dass sie sich benehmen. Sei ein Elternteil.“ Eine weitere Person meint: „Es tut mir leid, dass euch das passiert ist, aber ich arbeite auf einer Intensivstation. Ich gehe jeden Abend weinend nach Hause wegen dem, was ich da sehe. Wir sind überfüllt und erschöpft. Du wärst vielleicht nicht so entspannt in dieser Angelegenheit, wenn du das sehen würdest, was ich jeden Tag sehe. Es gibt wirklich keinen Grund, jetzt zu reisen.“ Und ein dritter User schreibt: „Wenn ihr nicht dafür sorgen könnt, dass sich euer Kind an die Regeln hält, dann solltet ihr vielleicht nicht am Höhepunkt einer Pandemie fliegen. Wir tun es nicht.“ Manche zeigen aber auch Verständnis für die Mutter: „Dafür zu sorgen, dass eine Zweijährige bei irgendwas für über fünf oder zehn Minuten mitmacht, ist fast unmöglich. Was tun wir unseren Kindern an?“

Ein Sprecher von United Airlines erklärte bezüglich des Vorfalls indessen: „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden ist unsere höchste Priorität. Deshalb haben wir vielschichtige Richtlinien, die unter anderem vorschreiben, dass jeder an Bord ab zwei Jahren eine Maske trägt. Diese Verfahren werden nicht nur von der CDC und unseren Partnern in der Cleveland Clinic unterstützt, sondern sie sind auch bei allen großen Fluggesellschaften einheitlich.“ Der Familie seien die Kosten für die Tickets erstattet worden, zudem erhielten sie ihre Koffer zurück. Zudem sei die Familie, anders als Orban es in ihrem Video erklärte, nicht von allen künftigen Flügen ausgeschlossen. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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