Trauriger Grund

Darum dürfen sich Piloten bei Start und Landung nicht unterhalten

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Für Piloten gilt im Cockpit: Keine privaten Gespräch während Start und Landung.

Piloten dürfen während Start und Landung strikt nur Unterhaltung über Arbeitsabläufe führen. Die Gründe für diese Regel haben einen traurigen Ursprung.

Da die Sicherheitsvorschriften bei Start und Landung eines Flugzeugs am höchsten sind, haben auch Piloten besondere Vorschriften während dieser Flugzeit: Sie dürfen sich nicht miteinander unterhalten, es sei denn natürlich, es geht um Anweisungen und Arbeitsabläufe.

Erst wenn sich das Flugzeug in der Luft befindet und auch die Anschnallzeichen erlöschen, dürfen sie auch über andere Dinge sprechen. Warum das so ist, hat einen traurigen Hintergrund.

Trauriger Grund

Vor mehr als 40 Jahren, nämlich am 11. September 1974, starben auf einem Flug der Eastern Air Lines 72 Menschen. Der Flug Nummer 212 war auf dem Weg vom US-amerikanischen Charleston in South Carolina nach Chicago, Illinois. In Charlotte, North Carolina sollte die Maschine einen Zwischenstopp machen. Doch dazu kam es nicht mehr.

78 Passagieren waren an Bord der Maschine, als diese am Morgen des 11. September auf dem Rollfeld verunglückte. Dichter Nebel herrschte an diesem Morgen am Douglas Municipal Airport in Charlotte. Der Absturz forderte 72 Opfer. Der Co-Pilot sowie ein Besatzungsmitglied überlebten den Unfall laut Medienberichten fast unbeschadet.

Später stellte die die US-amerikanische Verkehrsbehörde "National Safety Board" fest, dass der Absturz die Folge eines Fehlverhaltens der Piloten gewesen sei. Sie hatten sich zu wenig auf die Abläufe während der Landung konzentriert. Der Grund: Der Stimmenrekorder hatte aufgezeichnet, dass die beiden sich unter anderem über politische Themen unterhielten, kurz bevor das Flugzeug abstürzte.

Lesen Sie auch: Schulden und hoher Druck: So hart ist der Job eines Piloten.

Regeln seit Unfall verschärft

Seitdem gibt es schärfere Regeln, wie sich Piloten bei Start und Landung verhalten sollen. Laut der US-Luftfahrtbehörde FAA sollten während dieser Zeit das "Einnehmen von Mahlzeiten, nicht-relevante Gespräche innerhalb des Cockpit und zwischen Cockpit- und Kabinenbesatzung oder das Lesen von Publikationen, die nicht mit der ordnungsgemäßen Durchführung des Flugs zu tun haben" unterlassen werden.

Auch interessant: So schimpft eine Stewardess über betrunkene Passagiere. Erfahren Sie hier, worauf Piloten achten, wenn sie selber Passagier sind.

sca

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