Deutschlands neue Welterbestätte

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Oberharzer Wasserwirtschaft: Mit dieser Anlage wurde die Entnahme von Betriebswasser aus dem Teich für die Wasserräder der Bergwerke, Pochwerke und Hütten geregelt.

Deutschland hat eine neue Unesco-Welterbestätte: Die Oberharzer Wasserwirtschaft. Das auch unter dem"Oberharzer Wasserregal" bekannte Bauwerk, ist ein Wasserführungssystem aus dem 16. Jahrhundert.

Das Welterbekomitee hatte auf seiner Sitzung auch die Harzer Wasserwirtschaft zum Kulturwelterbe erklärt, ein ausgeklügeltes System kleiner Stauseen, Gräben und Stollen, das den Bergleuten zur Energieerzeugung diente. Dies gilt aber nicht als neue Welterbestätte, sondern als Erweiterung der Welterbestätte “Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar“, die bereits seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört.

Das "Oberharzer Wasserregals" ist insgesamt 600 Kilometer lang. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das von Bergleuten begonnene Wasserführungssystem zum Antrieb von Wasserrädern in Bergwerken benutzt. Insgesamt stehen nun 910 Stätten auf der Unesco-Welterbeliste: 704 Kulturerbestätten und 179 Naturerbestätten.

Deutschlands UNESCO Welterbestätten

Deutschland: 34 UNESCO Welterbestätten
Industriekomplex Zeche Zollverein: Die Zeche Zollverein ist ein repräsentatives Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa. © dpa
Die Wasserspiele unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshoehe in Kassel (Hessen),
Die Wasserspiele unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshoehe in Kassel (Hessen). © dpa
Das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth wird 2012 neu ins Welterbe aufgenommen. © dapd
Deutschland: 34 UNESCO Welterbestätten  Unesco
Das Welterbekomitee hat 2011 die Harzer Wasserwirtschaft zum Kulturwelterbe erklärt, ein ausgeklügeltes System kleiner Stauseen, Gräben und Stollen, das den Bergleuten zur Energieerzeugung diente. © dpa
Deutschland: 34 UNESCO Welterbestätten
Mit dieser Anlage wurde die Entnahme von Betriebswasser aus dem Teich für die Wasserräder der Bergwerke, Pochwerke und Hütten geregelt. © dpa
Goslar
Dies gilt aber nicht als neue Welterbestätte, sondern als Erweiterung der Welterbestätte “Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar“, die bereits seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört. © dpa
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Aachener Dom: Der um 790 bis 800 erbaute Dom ist bau- und kunstgeschichtlich von universeller Bedeutung und eines der großen Vorbilder religiöser Architektur. © dpa
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Die Altstadt von Bamberg repräsentiert in einzigartiger Weise die auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt. © dpa
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Schloss Augustusburg in Brühl gilt als Meisterwerk des Rokoko. © dpa
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Ebenso im Rokkokostil das Schloss Falkenlust in Brühl. © dpa
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Sechs Siedlungen der Berliner Moderne gehören in die Liste des Welterbes. Hier idide Wohnstadt Carl Legien (Prenzlauer Berg), 1928-30 erbaut von Bruno Taut und Franz Hillinger. © dpa
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Muskauer Park: Gartenkunstwerk wurde von Prinz Hermann von Pückler-Muskau 1815 bis 1844 angelegt. © dpa
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Rathaus und Roland in Bremen: Das Rathaus wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weser-Renaissance renoviert. © dpa
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Das Bauhaus und seine Stätten in Dessau und Weimar. © dpa
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Beispielhaft für die Weimarer Bauhaus-Architektur ist das "Haus am Horn", das nach einem Entwurf von Georg Muches 1923 als Musterhaus realisiert wurde. © dpa
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Gartenreich Dessau-Wörlitz © dpa
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Grube Messel: Die Fossillagerstätte Grube Messel bei Darmstadt gibt einzigartigen Aufschluss über die frühe Evolution der Säugetiere. © dpa
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Dom und St. Michael zu Hildesheim: Der Dom und die... © dpa
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...ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael legen ein außergewöhnliches Zeugnis von der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich ab © dpa
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Klassisches Weimar © dpa
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Kloster Lorsch zwischen Worms und Darmstadt © dpa
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Kloster von Maulbronn:Die 1147 gegründete Anlage bildet ein ungewöhnliches Bild der Geschlossenheit. © dpa
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Klosterinsel Reichenau: Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee ist ein herausragendes Zeugnis von der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter. © dpa
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Kölner Dom: Der Kölner Dom, erbaut von 1248 bis 1880, gilt als Meisterwerk gotischer Architektur. In der gesamten Bauzeit wurden die originalen Baupläne nicht verändert. © dpa
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Der obergermanisch-rätische Limes © dpa
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Berliner Museumsinsel © dpa
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Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal © dpa
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Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin © dpa
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27 Stätten sind sowohl Kultur- als auch Naturerbe. Der Status erleichtert den Zugang zu Fördergeldern und gilt als Touristenmagnet. Außerdem soll dadurch die Erhaltung bedeutender Stätten gewährleistet werden, denn wenn eine Stadt nicht genug dafür tut, kann sie den Status auch wieder verlieren. Nicht immer ist Schönheit das ausschlaggebende Kriterium bei der Vergabe: Es geht auch um die Einzigartigkeit eines Ortes. So gehört in den Niederlanden eine eingepolderte Insel, die jetzt nicht mehr vom Wasser, sondern vom Land umgeben ist, zum Weltkulturerbe.

dpa

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