Mysteriös

Diese Flugunglücke bleiben wohl für immer ungelöst

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Mysteriös: Warum verschwanden diese Flüge? 

Mysteriöse Flugzeugabstürze sorgen immer wieder für Spekulationen. Dabei bleibt das Schicksal vieler Flüge wohl für immer ungeklärt, wie diese Beispiele zeigen.

Für viele ist es der schlimmste Albtraum: Das Flugzeug, mit dem man in den wohlverdienten Urlaub fliegt, stürzt ab. Für die zurückgebliebenen Angehörigen von Flugzeugopfern erweist sich dieser Schicksalsschlag oft als lebenslanger Begleiter - erst recht, wenn die Ursache für den Absturz nie geklärt oder das Wrack nie gefunden wurde. So wie bei diesen Flügen:

1. Flug MH370

Der wohl bekannteste, mysteriöse Flugunglück unserer Zeit ist der von Flug MH370 der Malaysia Airline. Die Boing 777 wird schon seit rund drei Jahren vermisst. 

Das weiß man: Am 8. März 2014 startete die Maschine mit 239 Passagieren in Kuala Lumpur und machte sich auf den Weg nach Peking. Rund 40 Minuten nach dem Start verschwand das Flugzeug auf einmal vom Radar. Später fand man aufgrund von Satellitendaten heraus, dass die Maschine noch etwa sieben Stunden Richtung Süden geflogen ist. Dann stürzte sie über dem Indischen Ozean ab. Das Wrack wurde nie gefunden, die Suche am 17. Januar 2017 offiziell eingestellt

Das wird spekuliert: Zum Zeitpunkt des Absturzes ging vermutlich das Kerosin zu Neige. Ob das auch die Absturzursache war, ist nach wie vor unklar. Manche vermuten, dass der Pilot Selbstmord begehen wollte, andere denken, dass eine Entführung dahinter steckt oder das Militär das Passagierflugzeug aus Versehen abgeschossen hat. 

2. Der Kadetten-Flug ins Ungewisse

Am 3. November 1965 verschwand ein Flugzeug der argentinischen Luftstreitkräfte spurlos vom Radar. 

Das weiß man: Die Maschine vom Typ Douglas C-54G war auf dem Weg von der Howard Air Force Base in Panama zum San Salvador Flughafen in El Salvador. In der Nähe der Westküste von Costa Rica, wurde über dem Meer noch ein Notruf abgegeben, offenbar brannte ein Triebwerk, das andere fiel aus. 

"Die Piloten hatten Angst ... Es war schwer, etwas zu verstehen. Das werde ich nie vergessen", berichtete der Pilot Álvaro Protti, Empfänger des SOS-Signals, der Zeitung The Tico Times. Die Piloten der Douglas C-54G meldeten noch, in Puerto Limon landen zu wollen.

Danach hörte und sah man nie wieder etwas von der Militärmaschine. Von den 69 jungen Kadetten der argentinischen Luftwaffe, die sich an Bord befanden, fehlt seitdem jede Spur. 

3. Von der Bildfläche verschwunden: "Flying Tiger Line"

Auch die Lockheed L-1049H der Flying-Tiger-Line-Flug 7815/13 verschwand am 16. März 1962 für immer von der Bildfläche. 

Das weiß man: Der militärische Charterflug des "Military Air Transport Service" sollte von der kalifornischen Travis Air Force Base über Honolulu in Hawaii nach Saigon in Vietnam gehen. Mit an Bord: 96 Soldaten sowie elf Mitglieder der Crew. 

Nach eineinhalb Stunden nach dem Start in Guam war alles in Ordnung, die Besatzung meldete sich. Doch schon eine Stunde später kam kein Lebenszeichen mehr - die Flugsicherung versuchte vergeblich, die Maschine zu erreichen.

Obwohl ein liberianischer Tanker eine riesige Explosion über dem Pazifik beobachtet haben will, verlief die großangelegte Suchaktion erfolglos.

4. Flugunglück im Paradies: "Romance of the Skies"

Bei diesem Flug fand man zumindest Wrackteile: Eine Boeing 377 Stratocruiser der Flugline PanAm flog am 8. November 1957 mit 44 Menschen an Bord von San Francisco nach Hawaii. Dort kam die Maschine mit dem hübschen Namen "Romance of the Skies" jedoch nie an. 

Das weiß man: Die Bordbesatzung sendete nie einen Notruf, den letzten Funkkontakt erhielt die Flugsicherung zu einer Zeit, als das Flugzeug die halbe Strecke zwischen dem US-Festland und der hawaiianischen Insel Oʻahu zurückgelegt hatte.

Sechs Tage später, am 14. November, fand man Wrackteile und 19 Todesopfer. Die Absturzursache wird wohl für immer ungeklärt bleiben.

5. Verschollen im Bermudadreieck: "Flight 19"

Das Bermudadreieck ist schon immer sagenumwoben - viele Schiffe sollen im Gebiet zwischen Florida, den britischen Jungferninseln und Bermuda verschollen sein. Und auch dieses Flugzeug gehört dazu: Fünf Torpedobomber der "Flight 19", einer Trainingseinheit der amerikanischen Marine.

Das weiß man: Die fünf Flugzeuge mit insgesamt 13 Besatzungsmitgliedern starteten am 5. Dezember 1945 von der Basis in Fort Lauderdale (Florida) zu einem Trainingsflug. Am Nachmittag gegen 16 Uhr hörte der Stützpunkt einen Funkspruch zwischen einem der Piloten und dem Ausbilder - offensichtlich hatte sich das Team verirrt

Die Flugsicherung vermutete ihn über den Bahamas und gab ihm Befehl, nach Westen zu fliegen, bevor der Treibstoff ausgeht. Der Ausbilder wähnte sich jedoch über dem Golf von Mexiko und ignorierte deshalb zunächst die Anweisung.

Als er schließlich einlenkte, verschlechterte sich das Wetter. Einer der letzten Funksprüche soll sich so zugetragen haben: "Wir müssen notwassern, wenn wir die Küste nicht erreichen … Wenn das erste Flugzeug unter zehn Gallonen fällt, gehen wir alle zusammen runter." 

Die Crew kehrte jedoch nie wieder zurück. Weder Flugzeuge noch Todesopfer wurden je gefunden. Auch ein Flugzeug, dass an der Suchaktion beteiligt war, verschwand spurlos. 

Das wird spekuliert: Die Kompasse des Ausbilders waren wahrscheinlich kaputt, sonst hätte sich die Crew nicht verirren können. Bei einer Wasserlandung sind die schweren Flugzeuge vermutlich schnell gesunken.

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