Balboa, Dirham, Kuna

Damit zahlt die Welt: Die exotischsten Währungen

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Auf der Welt gibt es 166 verschiedene Währungen.

München - Marder? Kronen? Dong? Keine Allerwelts-Wörter, sondern Geld! Wir stellen Ihnen Währungen rund um die Welt vor. Eine heißt sogar wie ein berühmter Actionstar...

Euro, Dollar, Yen - diese drei weltweiten Leitwährungen dürfte jeder kennen.

Aber womit zahlt man in Tunesien? Welche Währung gilt im Traum-Urlaub auf den Malediven? Und kann ich mit Australien-Dollar auch in den USA bezahlen?

Derzeit sind rund um die Welt 166 Währungen im Umlauf. Eine heißt wie ein berühmter Action-Held aus den 80er Jahren. In Südamerika trägt eine das Echtheitsversprechen bereits im Namen. Und auf der sozialistischen Insel Kuba gelten sogar zwei Zahlungsmittel!

Unser Überblick stellt Ihnen die weltweit wichtigsten und skurrilsten Währungen vor.

Die wichtigsten und exotischsten Währungen der Welt

Euro, Dollar, Yen, Renmibi: Anfang 2013 gab es in der Welt 166 Währungen. Hier finden Sie die wichtigsten und exotischsten Währungen der Welt. © dpa
Kirschblüte in Japan: Seine Einkäufe erledigt man in den Läden von Tokio in Yen - 120 Yen sind ca. ein Euro. © dpa
Zusammen mit Dollar und Euro ist der Yen eine der stärksten Weltwährungen. Für Ostasien ist er Leit- und Reservewährung, übernimmt also die Rolle des Euro in der EU. © dpa
Im Norden und Süden Koreas heißt die Währung Won. 1.420 Won sind in Südkorea so viel wert wie umgerechnet ein Euro. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Währung fest an den Dollarkurs gebunden. © dpa
Nordkorea führte hingegen 1947 ein eigenes Zahlungsmittel ein. Einen offiziellen Kurs für den nordkoreanischen Won gibt es nicht. Ein Euro ist ungefähr auf 170 Won zu datieren. © dpa
Bürger des Inselstaates Indonesien, wie diese Händlerinnen auf Java, zahlen in Rupiah. Im internationalen Vergleich ist die Währung schwach: Für einen Euro bekommt man rund 13.000 Rupiah. © dpa
100 Rupiah sind die kleinste, 100.000 die größte verfügbare Banknote. Für 1000 Rupiah gibt es neben dem Schein außerdem eine Münze. © dpa
Im mittelamerikanischen Panama gelten gleich zwei Währungen: Durch den wirtschaftlichen Einfluss der USA im Panama-Kanal werden auch US-Dollar neben der ungefähr kursgleichen Währung Balboa akzeptiert. © dpa
Das Zahlungsmittel ist benannt nach dem für seine Unbarmherzigkeit berüchtigten  Konquistador "Balboa" - vermutlich hat auch die Actionfigur Rocky so ihren Namen erhalten. © dpa
In Marokko ist die heutige Währung, der " Dirham" traditionell eine Einheit für 3 Gramm Silber. Das Wort ist von der früheren griechischen "Drachme" abgeleitet. © dpa
11 marokkanische Dirham sind so viel wert wie ein Euro. Die Währung ist jedoch nicht frei konvertierbar: Maximal 1000 Dirham darf man ein- oder ausführen. © dpa
Wer eines von diesen tunesischen Saiteninstrumenten kauft, bezahlt in Dinar. Die Umrechnung ist einfach: der Zahlenwert in Euro muss dabei nur verdoppelt werden. © dpa
Tunesien besitzt ebenso wie Kuwait eine Tausenderwährung: Ein Dinar hat als Untereinheit 1000 Millimes, die im Volksmund auch " Franc" genannt werden. © Wikipedia
100 Piaster sind ein ägyptisches Pfund - das entspricht beim Euro-Wechselkurs von 8,5:1 rund 11 Cent. Inoffiziell werden ägyptische Pfund auch im Gazastreifen als Zahlungsmittel verwendet. © dpa
Historische Motive zieren das ägyptische Geld: auf der 2-Pfund-Münze ist der Pharao Tutenchamun abgebildet, der 50-Pfund-Schein zeigt Kleopatra. © dpa
Die Währung im ehemaligen Kolonialstaat Südafrika heißt Rand, benannt nach der goldreichen Landesregion Witwatersrand. Tanzend im Bild: Erzbischof Desmond Tutu. © dpa
Als reine Anlagewährung werden - wie hier im Bild -außerdem Goldmünzen geprägt, die die Bezeichnung " Krügerrand" tragen. Ein Euro entspricht etwa 12 Rand. © dpa
Nanu, Schilling? In Österreich gilt inzwischen der Euro, in Tansania aber heißt die aktuelle Währung so. Zweitausend Schilling sind ungefähr ein Euro, in Tourismusgebieten ist der US-Dollar Parallelwährung. © dpa Bildfunk
Fünf tansanische Geldscheine gibt es, und die zeigen die "Big Five", beziehungsweise in diesem Fall nur die Big Four: Büffel, Nashorn, Löwe und Elefant. Nur der Leopard fehlt - statt dessen abgebildet ist Tansanias erster Präsident Julius Nyerere. © Wikipedia
Im Nicht-EU-Land Schweiz gelten seit 1907 Schweizer Franken, ebenso im Mini-Alpenstaat Liechtenstein. © dpa
Ein Schweizer Franken entspricht 100 Rappen und ist rund 0,8 Euro wert - eine beliebte Anlagewährung wegen ihrer Stabilität. © dpa
Ein  britisches Pfund entspricht etwa 1,2 Euro und gilt im Vereinigten Königreich. Irland hingegen zahlt mit Euro. © dpa
Auf der Zehnpfundnote ist die junge Queen Elizabeth zu sehen. © dpa
Kronen heißt die Währung von Schwed en. Einst war sie auch in Dänemark und Island gültig. Heute haben die skandinavischen Staaten eigene Währungen - die jedoch den gleichen Namen tragen. © dpa
Ebenfalls Vergangenheit ist die Untereinheit Öre: Seit 2010 sind alle Münzen unter dem Ein-Krone-Stück ungültig. Umgerechnet ca. 8,5 Kronen sind ein Euro. © Schwedische Reichsbank
Auch die Tschechen zahlen mit Kronen, mit etwa 25 Kronen für einen Euro ist die Währung jedoch viel schwächer. © dpa
Mit dem EU-Beitritt ist Tschechien eigentlich verpflichtet, den Euro einzuführen - jedoch gibt es dafür kein Zeitlimit. © Wikipedia
Warschau wartet - auch in Polen verzögert sich die Einführung des Euro, wie Ministerpräsident Tusk 2012 erklärte. © Wikipedia
Die derzeitige Währung Zloty (auf dem Bild neben einer 2-Euro-Münze) wird zu einem Wechselkurs von rund 4:1 in Euro umgetauscht.  © dpa
Griwnja ist der unaussprechliche Name der ukrainischen Münze. Die Maßeinheit gibt es schon seit Zeiten der Kiewer Rus, dem mittelalterlichem Großreich mit Zentrum in Kiew... © privat
...damals stand sie für 400 Gramm Silber. 100 Griwnja auf dem Bild sind umgerechnet etwa 10 Euro wert. © Wikipedia
Matrjoschkas kauft man in Russland mit Rubel. Die seit dem 13. Jahrhundert bestehende Währung gilt auch in der Exklave Kaliningrad. © dpa
Ein Rubel - zum Kurs 40:1 umgerechnet nur 2,5 Cent (!) - hat die Untereinheit 100 Kopeken. Die kleinsten Münzen für 1, 2 und 5 Kopeken sind zwar im Umlauf - im täglichen Leben werden sie aber auf die Zehnerstelle gerundet. © Wikipedia
Im Urlaubsparadies Kroatien heißt die geltende Währung Kuna - "Marder". © dpa
Grund: Im Mittelalter wurde der Wert einer Ware in Marderfellen erstattet. Heute sind rund 7 Kuna ein Euro. © dpa
Die Türkei und der türkische Teil Zyperns zahlen in Lira. © dpa
2,5  türkische Lira sind umgerechnet etwa ein Euro. Auf dem Geldschein dargestellt ist Mustafa Kemal, genannt "Atatürk". © Wikipedia
Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist ein beliebtes Reiseziel bei den Deutschen. Die Währung dort heißt D irham. © dpa
Ein Dirham ist umgerechnet 20 Cent wert. Für den Wechselkurs ist die abgebildete "Wunderlampe" gar nicht nötig: Die Währung ist fest an den Dollar gebunden, Importe werden in Euro bezahlt. © Wikipedia
Eine Chinesin beobachtet die unübersichtlichen Börsenkurse - ebenso verwirrend ist auf den ersten Blick die Einteilung des chinesischen Zahlungsmittels Renminbi... © dpa
Die größte Einheit der Währung Chinas heißt Yuan, der sich in 10 Jiao oder 100 Fen gliedert. Ein Euro entspricht ca. 8,5 Yuan. Als Echtheitsmerkmal tragen alle Scheine das Konterfei von Mao Zedong als Wasserzeichen. © dpa
40  thailändische Baht sind ein Euro - auf den Münzen Thailands sind bedeutende buddhistische Tempel des Landes zu sehen, auf den Banknoten Könige. © dpa
Verblüffend ähnlich sieht die 10- Baht-Münze (links) dem 2-Euro-Stück, aber ist nur ein Achtel ihres scheinbaren Zwillings wert. Die deutsche Bundesbank warnt daher vor Verwechslungsgefahr. © dpa Bildfunk
Dong heißt die geltende Währung Vietnams - das Wort bedeutet in der Landessprache "Kupfer". Das Entwicklungsland zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. © dpa
Ein Euro ergibt umgewechselt 27.000 Dong. Die Währung besitzt deswegen keine Münzen, kleinster Schein ist die 200 Dong-Note. © dpa
Wer auf den Malediven nach exotischen Fischen taucht, muss sein Geld in Rufiyaa umwechseln. Der Eurokurs lautet dabei näherungsweise 1:20 Rufiyaa. © dpa
Touristen verwenden die Währung jedoch kaum: Im Land bezahlen Urlauber meist in Dollar, die Ein- und Ausfuhr von Rufiyaa ist ohnehin nicht gestattet. © Wikipedia
Mariachis heißen die mexikanischen Schnulzensänger, die in Tourismusgebieten ihren Zuhörern vor allem das Geld aus der Tasche ziehen. Urlauber können großzügig sein: 17 mexikanische Pesos sind erst ein Euro. © dpa
Das Symbol für den Peso sieht übrigens ähnlich aus wie das Dollarzeichen - und wurde von den USA nach deren Unabhängigkeit übernommen, nicht umgekehrt. © Wikipedia
Auf Kuba gibt es zwei verschiedene Formen des Peso: Landsleute bezahlen mit dem einfachen Peso. Für den gehobenen Konsum müssen Touristen dagegen den " Peso convertible" hinlegen. © dpa
Nur der umwandelbare Peso ist international ko nvertierbar und umgerechnet 24 kubanische Pesos wert. Der zwischenzeitlich zur Parallelwährung aufgestiegene Dollar soll damit aus den Tourismusgebieten verdrängt werden. © Wikipedia
Real - "wirklich, echt" wird die Währung Brasiliens genannt. Auch der Umrechnungskurs ist realistisch: 1 Euro entspricht in etwa 2,6 Real. © dpa
Der kleinste Geldschein ist die 1-Real-Note, der größte die 100-Real-Note. Alle Scheine haben das gleiche Format und sind am besten über die Farbe zu unterscheiden. © dpa
Shopping-Errungenschaften in New York bezahlt man in der weltweiten Leitwährung, dem  US-Dollar. Daneben gilt er auch in Ecuador und Liberia. Ein Euro kann in 1,3 US-Dollar umgetauscht werden. © dpa
Dollar heißt nicht nur das Geld der USA: In mehreren anderen Staaten der Welt gibt es eine gleichnamige Währung, die jedoch einen anderen Umtauschwert hat. © Wikipedia
Neben Kanada, Australien, Hongkong, Singapur und auf den Bahamas ist Dollar auch die Währung auf Jamaika. 100 Jamaika-Dollar sind so viel wie 1 US-Dollar oder 0,8 Euro. © dpa
Ein Jamaika-Dollar hat die Form eines Siebenecks mit abgerundeten Kanten und zeigt den ersten Premierminister Jamaikas, Alexander Bustamante. © Wikipedia
Den aktuellen Wechselkurs für alle Währungen rund um die Welt können Sie unter oanda.com oder xe.com bestimmen. © dpa Bildfunk
2,5  türkische Lira sind umgerechnet etwa ein Euro. Auf dem Geldschein dargestellt ist Mustafa Kemal, genannt "Atatürk". © Wikipedia

Die skurrilsten Währungssymbole

Symbolträchtig ist das Währungszeichen des Euro: Das runde E soll an ein griechisches Epsilon erinnern - eine Referenz an die griechisch-römische Antike. Die zwei Parallelen des Mittestrichs stehen für Stabilität. © 
Ganz simpel ist die Schreibweise "zl" ist die Abkürzung für die polnische Währung Zloty. Ursprünglich hätte das EU-Land Pole n 2012 den Euro einführen sollen - doch wie Ministerpräsident Donald Tusk bekannt gab, soll die Währungsreform noch dauern. © 
Nicht von ungefähr erinnert das Symbol der britischen Währung Pfund an ein geschwungenes L - es ist die Abkürzung vom lateinischen "libra" für Pfund. © 
Ebenfalls aus dem Lateinischen abgeleitet ist die  türkische Lira. Erst seit März 2012 besitzt sie ein Symbol: Das Zeichen wurde bei einem eigens veranstalteten Wettbewerb erdacht und soll an einen Anker erinnern. Assoziationen mit einem türkischen Krummsäbel kommen wohl auch nicht von ungefähr. © 
Dollar? Nicht nur: Eigentlich steht dieses Symbol für den mexikanischen Peso, ein altes Goldmaß und später die Währung vieler lateinamerikanischer Staaten. Bei ihrer Unabhängigkeit 1767 übernahmen die USA das Währungssymbol einfach für den Dollar. © 
Auch in Uruguay und der dominikanischen Republik, auf Kuba und den Philippinen gilt eine Währung namens Peso. Die vier Staaten verwenden allerdings dieses Alternativ-Zeichen. © 
Was aussieht wie eine Mischung aus dem kleinen d und einem Kreuz, steht für die vietnamesische Währung, den Dong: Das Symbol entspricht dem Anfangsbuchstaben "d" in vietnamesischer Schreibweise, die eine Vielzahl von Betonungszeichen kennt. © 
Griwnja - der unaussprechliche Begriff ist die Landeswährung der Ukraine. Geschrieben wird sie mit dem kyrillischen Kleinbuchstaben "g", der doppelt durchgestrichen ist. Die Mehrzahl lautet übrigens "Griwni" (von 2 bis 4) oder "Griwen" (ab 5). © 
Auch diese Buchstaben sind kyrillisch: "rub" ist auf Preisschildern in Russland zu lesen, als Abkürzung für den Rubel. Mangels eines eigenem Symbols werden die ersten drei Buchstaben als russisches Währungszeichen verwendet. © 
Mit einem K wird die Währung des ostasiatischen Staates Laos namens Kip abgekürzt. Im Land werden außerdem US-Dollar und der thailändische Baht als Zahlungsmittel verwendet, da die Währung sehr schwach ist: 50.000 Kip sind etwa fünf Euro. © 
Im Japanischen wird die Landeswährung eigentlich "en" ausgesprochen. Da aber die ersten Wörterbücher in lateinischer Umschrift das Wort mit Y schrieben, wird Japans Währung auch heute noch international Yen genannt. © 
In diesem Mini-Labyrinth verbirgt sich die Abkürzung für den Neuen Schekel, die Währung des Staates Israel. Das Symbol setzt sich aus den ineinander verschränkten Initialen in hebräischer Schrift zusammen. © 
Won heißen die zwei verschiedenen Währungen von Nord- und Südkorea. Beide werden auf den internationalen Märkten durch ein doppelt durchgestrichenes W symbolisiert. Im Ursprungsland wird die koreanische Schreibweise verwendet. © 
Nicht das Bandkürzel von Tokio Hotel, sondern Tenge verbirgt sich hinter diesem T mit Extradach. Der Tenge ist offizielles Zahlungsmittel in Kasachstan und bedeutet sprachlich so viel wie "Gleichgewicht". © 
Können Sie sich an dieses Zeichen erinnern? Bis zur Einführung des Euro 2002 wurde in Deutschland so der Pfennig, die Untereinheit der D-Mark, abgekürzt. Das Symbol entspricht einem kleinen d in Sütterlinschrift. © 

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