Der Norden der Insel Teneriffa bietet Naturliebhabern wunderschöne Ausflugsziele

Die eigene Glückseligkeit

Wenn Rosalia Reyes Lopez den Blick über das Massiv des Teno-Gebirges im Norden der Kanaren-Insel Teneriffa schweifen lässt, leuchten ihre dunklen Augen fast so hell, wie die Sonne, die sich gerade den Weg durch die morgendlichen Wolkenfelder der Gebirgslandschaft bahnt. Und schnell wird klar, warum die 28-jährige Reiseführerin, die bis zu ihrem achten Lebensjahr in Lohfelden in der Nähe von Kassel lebte, den Weg zurück in ihre Heimat auf der Insel Teneriffa ging.

Bereits im Jahr 1799 schwärmte der Naturforscher Alexander von Humboldt von der majestätisch schönen Lage der Insel und der Reinheit der Luft. Und bis heute hat speziell der ursprüngliche Norden der „glückseligen Insel“, wie sie oft genannt wird, nichts von seinem Reiz verloren. Naturliebhaber, Wanderer oder Aktivurlauber finden schier unzählige Möglichkeiten, den Norden auf ganz eigene Weise zu entdecken.

Einen optimalen Startpunkt für die Touren auf der größten Insel der Kanaren bietet das Vier-Sterne-Hotel Luz del Mar im kleinen Ort Los Silos. Umgeben von den Ausläufern des Teno-Gebirges und in Nähe zum Atlantischen Ozean bekommt der Gast dort neben exzellentem Service maßgeschneiderte Ausflugstouren geboten, je nach Wunsch und Schwierigkeitsgrad.

Am Rande des Vulkans

Ein absolutes Muss ist natürlich der Besuch des Vulkans Teide. Der mit 3718 Metern höchste Berg Spaniens thront mit seiner schroffen Lavalandschaft über den Berghängen. Umgeben ist er im Teide Nationalpark (UNESCO-Weltkulturerbe) von saftig grünen Kanarischen Kiefern. Dort werden die schönen und faszinierenden Gegensätze der Insel besonders deutlich.

Verlässt man die dünne Luft der Vukanlandschaft in fast 4000 Metern Höhe, bietet sich ein Besuch im Restaurant El Burgado in der Ortschaft Buanavist del Norte an. Mit Panoramablick auf die zum Greifen nahe Meeresbrandung schmeckt der frische Fisch mit typisch kanarischen Kartoffeln mit Salzkruste ausgezeichnet. Weinliebhaber kommen passend zum Fisch mit einem guten Tropfen des heimischen Traditionsweingutes Felipe Monje auf ihre Kosten.

Seit dem Jahr 1750 gibt es das Familienunternehmen der Bodegas (Weinkeller) in El Sauzal. Eine Führung durch die alten Gewölbe mit anschließender Weinprobe ist ebenfalls empfehlenswert.

Reizvolle Altstädte

Aber auch für Kulturliebhaber bietet der Norden der Insel viel Wissens- und Sehenswertes. Viele bezaubernde Altstädte wie die ehemalige Hauptstadt La Laguna oder Garachico sowie La Orotava zeigen den Glanz und Prunk vergangener Kolonial-Zeiten. Ein Mietwagen ist absolut empfehlenswert und auch notwendig, um auf Humboldts Spuren des ursprünglichen Teneriffas zu wandeln – und dabei die ganz eigene Glückseligkeit zu empfinden.

Von Nicolai Ulbrich

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.