Eine Straße für Sisi

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Unterwegs mit Sisi: Die Augsburger Stadtführerin Imke wirbt als Kaiserin Elisabeth für die Themenroute.

Kein Weihnachten ohne „Sissi“. Die drei Filme mit Romy Schneider in der Rolle der österreichischen Kaiserin Elisabeth rühren Jahr für Jahr das Publikum. Und heuer wird’s noch intensiver.

Das ZDF zeigt am 17. und 20. Dezember einen neu gedrehten Zweiteiler. Wer will, kann aber auch auf den Spuren der Kaiserin Elisabeth reisen – auf der Sisi-Straße.

Die im Jahr 2001 von der Regio Augsburg Tourismus entwickelte Themenroute erstreckt sich über Bayern, Österreich, Ungarn, die Schweiz und Italien. Sie folgt Stationen imLeben der am 24. Dezember 1837 in München geborenen Elisabeth Amalie Eugenie, die durch die Heirat mit Kaiser FranzJosephI.Kaiserinvon Österreich und Königin von Ungarn wurde. Stationen in Bayern sind unter anderem das Wittelsbacher Land, ihre Geburtsstadt München, das Schloss Possenhofen am Starnberger See und die Roseninsel bei Feldafing.

Kaiserin Elisabeth: Bilder des Mythos Sissi

Sie verdrehte vielen Männern den Kopf. © dpa
Wie der Fächer befindet sich dieses Kleid in Privatbesitz und wurde uns exklusiv für ein Foto zur Verfügung gestellt. Das Kleid stammt aus dem Jahr 1896 und zeigt, wie schlank die Kaiserin war. © Tanja Lugert
Ihr Leben ist ein Mythos. Schon zu Lebzeiten verstand sie es hervorragend, alles um ihre Person geheim zu halten. Kaiserin Elisabeth hatte einen einfachen, aber exquisiten Kleidergeschmack. Sie hasste die überladenen Kreolen. © dpa
Elisabeths Taufkleid. © dpa
Kaiserin Elisabeth liebte Meissner Porzellan. Solche Figuren, auch von ihrer Person, mussten  in jedem ihrer Feriendomizile aufgestellt werden. © dpa
Schloss Schönbrunn © dpa
Zuckersüße Zeichentrickserie „Sissi“. Sie läuft auf KIKA und vermittelt nicht nur historisch falsche Fakten an kleine Mädchen. Die Serie ist an Kitsch nicht zu überbieten. © dpa
Dieser Fächer befindet sich in Privatbesitz. Exklusiv für uns wurde er fotografiert. Mit solchen Fächern „tarnte“ sich die Kaiserin auf ihren Reisen. © Tanja Lugert
Sie war sich ihrer Schönheit bewusst. So setzte Elisabeth ihr Aussehen als Waffe ein, um ihren Willen zu bekommen. © dpa
Der italienische Anarchist Luigi Lucheni erstach die Kaiserin am 9. September 1998 in Genf.  Er wurde schnell gefasst. © dpa
Sammlerstück: Die Kaiserin selbst wollte nie, dass andere sie bewundern. Sie hasste es, wenn alle Blicke auf sie gerichtet waren. © dpa
Die Toilette der Kaiserin. © dpa
Sissi -Statue © dpa
Handschuhe der Kaiserin. Sie wurden auf einer „Kaiserauktion“ versteigert. Private Objekte der österreichischen Herrscherin sind hochbegehrt bei Sammlern. © dpa
Eine Kopie der Totenmaske. Das Orginal ist bis heute verschollen. © dpa
Kitsch! Zum hundertsten Todestag der Kaiserin, wurde neben einer Sissi-Porzellanpuppe auch eine Version ihres Cousins Ludwig II. angeboten. © dpa
Gedenkmünze © dpa
Elisabeths Gebetsbuch. Es wurde auf einer Auktion versteigert. © dpa
Nach dem Tod ihres Sohnes Rudolf trug Elisabeth nur noch Schwarz. Ganz selten, bei Hochzeiten oder Taufen, wechselte die Kaiserin für kurze Zeit ihre Kleidung. © dpa
Wurde zu wohltätigen Zwecken versteigert: e ine Stiefelette von Elisabeth. Sie hatte sehr schmale Füße, trug aber Größe 40. © dpa
Sissi-Ausstellung in Schloß Unterwittelsbach im Landkreis Aichach-Friedberg. Dort verbrachte die Kaiserin oft ihren Urlaub. © dpa
Hoch zu Roß! Elisabeth war passionierte Reiterin. In England verfeinerte sie ihre Technik. Heute würde man ihren Stil als „Military“ bezeichnen. © dpa
Auf Elisabeths Spuren. Am Starnberger See war die Herrscherin sehr gerne. Erst nach König Ludwigs Selbstmord mied sie den Ort für viele Jahre. Ihr passte es nicht, wie die Familie mit der Geschichte umging. © dpa
So harmonisch war es zwischen Sissi und Franz leider nie. Schon nach der Geburt der  zweiten Tochter war die Ehe des Kaiserpaars am Ende. © dpa
Elisabeths Milchzahn. © dpa
Fragmente ihres Hochzeitkleides... © dpa
...wo das restliche Material sich befindet, ist unbekannt © dpa
Gedenkstätte für die Kaiserin. Hier machte die Herrscherin Urlaub. © dpa
Schattensilhouette von Kaiserin Elisabeth. © dpa
Marmorstatue im Wiener Sissimuseum. © dpa
Griechenland: Elisabeth liebte Korfu mit seinen ästhetischen Figuren. © dpa

In Österreich gehört Bad Ischl zur ersten Anlaufstation, außerdem natürlich Wien, das glanzvolle Zentrum im Leben der Kaiserin – und wo in der Krypta der Kapuzinerkirche ihr Sarkophag neben dem ihres Mannes Franz Joseph und ihres Sohnes Rudolf steht. Das Schloss Gödöllö, östlich der ungarischen Hauptstadt Budapest gelegen, war das Lieblingsschloss Sisis. Seit 2004 führt die Sisi-Straße auch nach Italien, wo Elisabeth im Schloss Trautmannsdorf zur Kur weilte und wo sie bei Triest das Schloss Miramare besuchte. Von hier aus fuhr sie übers Mittelmeer zur griechischen Insel Korfu. Letzte Station der Sisi-Straße – und letzte Station im Leben der Kaiserin – ist Genf. Dort wurdeElisabetham10.September 1898 ermordet.

Volker Pfau

DIE INFOS ZUR SISI-STRASSE

VERLAUF Die Sisi-Straße folgt in ihrem Verlauf den Spuren der Wittelsbacherin Elisabeth und ist eine europäische Kulturroute zu Schlössern und Städten, die im Leben der Monarchin eine große Rolle spielten. sie beginnt in Bayern, führt durch Österreich, Ungarn und Italien und endet in der Schweiz, wo auch Sisis Leben ein tragisches Ende fand. Eine Broschüre zur Sisi-Straße ist kostenlos bei Regio Augsburg Tourismus erhältlich.

ANGEBOT Die fünftägige Busreise „Auf den Spuren der Kaiserin Sisi“ von Geldhauser Busreisen führt von München zum Starnberger See und über Meran nach Triest und wieder zurück nach München. Besucht werden Orte, die einen besonderen Bezug zur Kaiserin Elisabeth haben. Übernachtet wird in Vier-Sterne-Hotels, im Preis ab 769 Euro (pro Person im DZ) ist neben Busfahrt, Ü/HP und Besichtigungsprogramm auch ein Sisi-Mittagsmenü nach Originalrezepten enthalten.
Termine: 17. Mai und 12. September 2010, Info und Buchung bei geldhauser Busreisen, tel. 089/22 08 61, Internet: www.geldhauser.de.

FERNSEHEN Die zweiteilige Neuverfilmung „Sisi“ wurde an vielen Original-Schauplätzen gedreht und ist seit der „Sissi“-Trilogie aus den 50er-Jahren die erste ernsthafte Verfilmung des Lebens der Kaiserin Elisabeth. Die beiden Teile werden am 17. und 20. Dezember, jeweils um 20.15 Uhr, im ZDf gezeigt.

INFO Auskunft über die Sisi-Straße gibt es bei Regio Augsburg Tourismus, Schießgrabenstraße 14, 86150 Augsburg, Tel. 0821/50 20 70, Internet: www.augsburg-tourismus.de.

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