Einfach mal abheben

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Mit Volldampf über den Traunsee: Urlauber können vor Gmunden wakeboarden.

Die letzten Nebelfetzen verziehen sich und die Oberfläche reflektiert die morgendlichen Sonnenstrahlen. Zwischen Traunstein, Grünberg und der 1575 Meter hohen schlafenden Griechin liegt er still da: der Traunsee.

Einfach mal abheben

Gerade einmal 30 Kilometer vom Attersee entfernt, lädt er Aktivurlauber zum Austoben ein – denn er ist Tauchparadies, Segelmetropole und Wassersportgebiet zugleich. Im Südwesten des Sees, in Traunkirchen, liegt die Tauchschule Traunsee. Ob erfahrener Taucher oder schnorchelnder Anfänger – dort kann jeder etwas entdecken. Denn bereits auf fünf Metern Tiefe können Taucher mit den Fischschwärmen schwimmen und unter Stegen hindurchtauchen.

Wer sich nicht für die Unterwasserwelt interessiert, sondern sich lieber an der Oberfläche aufhält, kommt auf dem Traunsee ebenfalls voll auf seine Kosten. Bei Günter und Barbara Kail im Jolly Roberts Sport Club zum Beispiel. Das abenteuerlustige Paar wollte etwas für Experimentierfreudige bieten. Und so kann man dort nun entweder gemächlich mit dem Kajak über den See paddeln oder auf einem Stand-Up-Paddling-Board die eigene Balance testen.

Über den See brettern

Den meisten Spaß verspricht jedoch das Wakeboarden. Denn dabei dreht Kaili – so nennen Freunde und Touristen den Besitzer – die Boxen seines Motorboots voll auf und man bewegt sich zu Danceklängen über den See.

Erfahrene Wakeboarder gleiten dann über das Wasser, springen hoch, drehen das Brett und fahren von einer Seite auf die andere. Weniger erfahrene Wakeboarder kippen nach vorne, stürzen kopfüber ins Wasser, verlieren die Leine und somit den Anschluss zum Boot.

Kail dreht, um den Schiffbrüchigen einzusammeln. „Du darfst dich nicht versuchen hochzuziehen. Lass alles das Boot machen“, schreit er dem prustenden Anfänger entgegen. Es folgen zweite, dritte und auch vierte Versuche. Aber irgendwann hält man sich auf dem Board und dann gibt es nicht besseres, als geschmeidig, wenn auch mit viel Anstrengung, über den See zu gleiten.

Wer sich weder unter, noch im Wasser wohlfühlt, kann den Traunsee auch auf dem Wasser erkunden. Hobbysegler tummeln sich an den sonnigen und doch windigen Tagen vor Gmunden und genießen den Ausblick auf die steinigen Berge.

Den Wakeboardern, Tauchern und Paddlern kommen die Segler dabei nicht in die Quere, denn mit einer Tiefe von 191 Metern ist der Traunsee nicht nur der tiefste See Österreichs, sondern mit einer Fläche von 24,4 Quadratkilometern auch groß genug für alle.

Von Eva-Maria Biedenbach

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