Der Bahnhof in Hümme zeigt sich gepflegt · Toiletten und Lift existieren allerdings keine

Bahnhof Hümme: Einstieg nur mit Hindernissen

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Auch wenn das Bahnhofsgebäude am Bahnhof Hümme (im Hintergrund) verlassen ist, rollen immer noch stündlich Züge über die Hümmer Gleise. Die RT3 befördert vor allem Berufspendler auf diesem Weg nach Warburg oder Kassel.

Hümme. Am westlichen Ortsrand von Hümme liegt der Bahnhof des kleinen Ortes. Er wirkt einsam, Menschen sind kaum anzutreffen. Wenn gerade kein Zug einrollt, kann man leicht den Eindruck bekommen, am Schauplatz für einen Western zu sein.

Drei Gleise stellen jedoch die Verbindung ins westfälische Warburg und nach Kassel her. Die RT 3 fährt in beide Richtungen 25 mal täglich.

Nicht nur deswegen erscheint der Hümmer Bahnhof als Durchgangshaltestelle. Neben den Personenzügen rollt auch Güterverkehr über die Gleise in Hümme. Das alte Bahnhofsgebäude aus dem 19. Jahrhundert ist hingegen schon lange geschlossen. Die Fenster sind teilweise abgedunkelt, aber ansonsten macht das Gebäude zumindest äußerlich einen ordentlichen und sauberen Eindruck. Bahnpersonal ist jedoch in Hümme keines anzutreffen.

Gute Verkehrsanbindungen

Informationen erhält man ebenfalls keine, lediglich Fahrpläne hängen in einem Schaukasten aus. Wer eine Fahrkarte erwerben möchte, hat nur die Möglichkeit am Ticketautomaten eine zu ziehen. Der Automat steht dafür zentral im Eingangsbereich und fällt sofort ins Auge. Die Anbindung vom Bahnhof in den Kreisteil Hofgeismar ist gut. Per Bus kann man nach Trendelburg, Liebenau und Hofgeismar weiter reisen.

Die Treppen der Gleisunterführung stellen für einige ein Hinderniss dar. Der Fahrkartenautomat ist hingegen gut zugänglich.

Eine Vielzahl von Autoparkplätzen und Fahrradunterständern ist vorhanden. Viele Berufspendler nutzen den Bahnhof , um hier vom Auto auf die Schiene umzusteigen. Äußerlich wirkt der Bahnhof sauber. Die Mülleiner sind alle geleert. Zigarettenstümmel liegen nur vereinzelt auf dem Boden, die Zugangswege sind von Laub und Unkraut befreit. Ein Schild weißt darauf hin, dass das Rauchverbot gilt. Eine Überwachung des Bahnhofsgeländes mit Videokameras existiert jedoch nicht.

Mütter mit Kinderwagen, ältere Menschen und Behinderte, die in Richtung Warburg fahren wollen, stehen in Hümme jedoch vor einer großen Herausforderung. Der Zugang zum Bahnsteig ist nur über eine Unterführung möglich. Zwei steile Treppen müssen auf dem Weg dorthin überwunden werden. Einen Lift gibt es nicht. Die Unterführung trügt das ansonsten saubere Erscheinungsbild des Bahnhofes. Die Fließen an den Wänden erinnern an einen Schlachthof. Außerdem sind sie verdreckt. Von der Decke rießelt der Putz, und auf dem Boden liegt altes Laub.

Toiletten nicht vorhanden

Wer in Hümme auf das stille Örtchen muss, wird ebenfals eine Enttäuschung erfahren. Toiletten existieren nämlich ebenso wenig wie ein Telefon. Die ehemalige Toilettenanlage außerhalb des Bahnhofsgebäudes verrottet und zerfällt langsam. Eine Möglichkeit, Getränke oder etwas zu essen zu kaufen, besteht ebenfalls nicht.

Trotz einiger Mängel läuft der Bahnverkehr reibungslos. Die Züge fahren pünktlich und ohne Beeinträchtigungen ein. Der Weg zum Bahnhofsgelände ist ausgeschildert und leicht zu finden.

Von Timo Nolte

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