Das Ende der Minibar

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Ausgezählt: Jedes fünfte Hotel will die Minibar abschaffen.

Wer spätabends oder mitten in der Nacht im Hotel noch Durst hat, wird bald den Zimmerservice bemühen müssen. Jedes fünfte Hotel in Deutschland, so eine Untersuchung von The Business Target Group (BTG), will künftig die kleinen Kühlschränke aus den Zimmern verbannen.

Gründe sind die finanziellen Verluste, wenn Gäste „vergessen“, zu bezahlen, zudem muss das Zimmermädchen nicht mehr täglich den Bestand kontrollieren, und obendrein können die Hoteliers so ihre Energiekosten reduzieren.

Der ökologische Ansatz dürfte bei den ständig steigenden Strompreisen jedoch der ausschlaggebende Faktor sein. Im Vergleich mit großen Geräten sind die eingebauten kleinen Kühlschränke in den Zimmern extrem teuer im Unterhalt. Die Verluste durch unbezahlte Getränke und Snacks könnten leicht reduziert werden, denn inzwischen gibt es Minibars mit eingebauten Sensoren, die genau feststellen, was wann entnommen wurde und dies sofort an das EDV-System des Hotels melden. So können die Kosten gleich auf die Zimmerrechnung addiert werden.

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Grünes Denken, so die BTG, hält noch in weiteren Bereichen Einzug in der Hotellerie. Die Hälfte der rund 12 000 Fullservice-Hotelbetriebe hierzulande plant in diesem Jahr Maßnahmen in Sachen Nachhaltigkeit und ökologischer Ausrichtung. Dazu gehört neben der Energieeinsparung vor allem die Müllvermeidung, beispielsweise durch den Verzicht auf Einzelportionen für Marmelade, Honig und Butter. Knapp zwei Drittel der Hoteliers will künftig auch verstärkt auf regionale Lieferanten zurückgreifen. Um ihren Gästen rund um die Uhr einen Service mit Getränken und Snacks zu bieten, überlegen auch knapp 8,5 Prozent der Hoteliers, auf den Fluren Automaten aufzustellen. Das spart den Zimmerservice ein.

V. Pfau

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