Lehrreiche Radtour auf dem Energielehrpfad an der Fulda

Energie im Überfluss

Kunst am Weg: Skulpturen des Ars Natura-Kunstpfades säumen den Weg in der Fuldaaue bei Alheim.

Alles fließt. So empfindet es der Radfahrer auf der Tour durch das Fuldatal von Bebra über Rotenburg an der Fulda nach Alheim – auch wenn der Fluss nicht immer in Sichtweite ist. Als fließende Bewegung in Schilfzonen und Getreidefeldern ist der Wind sichtbar, hier und da galoppieren gleichförmig fließend Pferde über die Weiden, und schließlich gleitet man selbst fließend und unbeschwert auf dem Rad dahin, denn es geht ohne Steigungen fast stetig leicht bergab.

Auch für ungeübte Radler leicht zu schaffen

Der Weg ist keine große Herausforderung an die Fitness. Aber ein wenig Neugier ist vonnöten, um die zwölf Tafeln zu bewältigen, die den Radler auf der etwa zwanzig Kilometer langen Strecke über die Vorzüge erneuerbarer Energien und ihren Einsatz in den drei Gemeinden aufklären.

Vieles lässt sich dort im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“, denn zu jeder Information gehört die passende Energiestation in der näheren und weiteren Umgebung, die mehr oder weniger sichtbar und scheinbar mühelos Strom und Wärme aus der Umwelt zapft. Oft ist auch ein kleiner Rastplatz in der Nähe, auf dem das Gelesene ebenso wie das mitgebrachte Picknick verdaut werden kann. Wem die Route zu einfach ist, der kann den Hinweisen folgen und verschiedene Abstecher zu den weiter entfernten Standorten unternehmen. Dann wird leicht ein ganzer Tagesausflug daraus.

Bebra, Rotenburg an der Fulda und Alheim, die als interkommunaler Zusammenschluss ZuBRA für die Lehrtafeln verantwortlich zeichnen, haben noch weit mehr zu bieten als die beeindruckende Vielfalt und Anzahl von Kraftwerken und kleineren Anlagen, mit denen Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse im Fuldatal erzeugt wird.

Renaturierte Flussauen

Kunstobjekte des Ars-Natura-Pfades begegnen dem Radler entlang des Weges, der Blick schweift über die Anhöhen des mittelhessischen Berglandes und entdeckt bei Rotenburg einen Weinberg. Immer wieder säumen Teiche und kleine Seen die Wegstrecke, auf deren Verlauf viele Merkmale einer erfolgreichen Renaturierung des Fuldatals zu entdecken sind – mit der gleichzeitig die Hochwassergefahr eingedämmt wurde.

Empfehlenswert ist auch ein Abstecher zu den historischen Fachwerkbauten der Rotenburger Altstadt, etwa auf der Hälfte der Route gelegen. Dem Thema angemessen kann man die eigenen, durch das Radfahren verbrauchten Energien in zahlreichen Gasthöfen und Restaurants entlang der Strecke erneuern und in schönen Biergärten die Akkus wieder aufladen. (nh)

Von Martina Selzer

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