Reiserecht

Erdbeben bei Kos: Was Urlauber jetzt wissen sollten

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Nach einem Seebeben liegen auf Kos einige Gebäude in Trümmern. Kostenlos stornieren können Urlauber die Reise nur, wenn das Hotel oder die Infrastruktur stark beschädigt sind.

Ein starkes Seebeben vor Kos hat mindestens zwei Menschen das Leben gekostet und viele Gebäude beschädigt. Ob ein kostenloser Reiserücktritt möglich ist erklärt ein Fachanwalt.

Ob nach einem Erdbeben eine geplante Reise kostenlos abgesagt werden kann, hängt vom Ausmaß der Schäden und von der Gefahrenlage vor Ort ab.

"Erhebliche Schäden"

Eine Absage sei dann möglich, "wenn es erhebliche Schäden gibt und die gesamte Infrastruktur betroffen ist", erläutert der Anwalt und Reiserechtsexperte Kay P. Rodegra aus Würzburg. So müssen zum Beispiel das gebuchte Hotel schwer beschädigt oder der Eisenbahn-, Flug-, Fähr- und Busverkehr unterbrochen sein, sagte Rodegra mit Blick auf das Erdbeben im östlichen Mittelmeer. Betroffen von den Erdstößen waren dort die beliebte griechische Urlaubsinsel Kos sowie die türkischen Küstenstadt Bodrum.

Reisevertrag vorzeitig kündigen?

Bei erheblichen Gefahren oder Beeinträchtigungen können auch Urlauber, die bereits vor Ort sind, ihren Reisevertrag vorzeitig kündigen und abreisen. "Aber das ist meist bei einem eher kleinen Erdbeben nicht der Fall", sagte Rodegra. "Die bloße Angst vor Nachbeben reicht hier nicht für eine Kündigung der Reise wegen höherer Gewalt."

Der Reiserechtler empfahl Menschen, die in den kommenden Wochen in einen Sommerurlaub auf Kos starten wollen, sich mit ihrem Veranstalter in Verbindung zu setzen.

Seebeben: Veranstalter bringen betroffene Urlauber in andere Hotels

Bei dem Seebeben vor der griechischen Ferieninsel Kos sind auch vereinzelt Hotels beschädigt worden. Sie werden als nicht mehr sicher eingestuft. Die Reiseveranstalter bringen davon betroffene Urlauber bei Bedarf in anderen Hotels unter, teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) in Berlin mit. Noch sei die genaue Zahl davon Betroffener unklar. Der DRV geht davon aus, dass es sich nicht um den größten Teil der Urlauber handelt.

Der DRV spricht auch von "einigen wenigen Urlaubern", die durch die Folgen des Seebebens in der Nacht zum Freitag leicht verletzt wurden. Zwei Touristen waren nach Angaben des Gouverneurs der Region Süd-Ägäis, Giorgos Chatzimarkos, ums Leben gekommen. Es handelt sich um Menschen aus der Türkei und aus Schweden.

Die Lage vor Ort sei ruhig, die Kunden reagierten besonnen und die Reiseveranstalter kümmerten sich um ihre Gäste, heißt es in der DRV-Mitteilung.

Auch interessant: So kommen Sie sicher in den Urlaub - und zurück. Finden Sie hier außerdem Tipps für den Las-Minute-Urlaub.

dpa/tmn

Reiserecht: 20 Gründe für den Reiserücktritt

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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