Fluggast saß eine Woche fest 

Vulkanausbruch: Ryanair muss Hotel zahlen

+
EU-Urteil: Ryanair muss Hotelkosten nach Vulkanausbruch zahlen

Luxemburg - Nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010 saßen Millionen Fluggäste tagelang fest. Ein Passagier klagte 1.130 Euro Hotelkosten ein. Zu Recht?  

Im Streit um die Unterbringungs- und Verpflegungskosten bei Flugausfällen hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Rechte von Passagieren gestärkt: Der Billigflieger Ryanair weigerte sich nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010, einem eine Woche lang festsitzenden Fluggast ein Hotel und Verpflegung zu bezahlen. Doch gerade bei „außergewöhnlichen Umständen“ wie dem Vulkanausbruch gebe es für die Betreuungspflicht der Fluglinien „keine zeitliche oder finanzielle Begrenzung“, urteilten die EuGH-Richter am Donnerstag und gaben der Klägerin Recht.

Allerdings dürfen die Kosten, die geschädigte Fluggäste geltend machen, den „notwendigen und angemessenen Rahmen“ nicht überschreiten, urteilte der EuGH. Im konkreten Fall ging es um Rechnungen von 1.130 Euro.

Sexy Stewardessen im „Körper-Scanner“: Der Ryanair-Kalender

Ryanair: Sexy Stewardessen im Körper-Scanner

Nach dem Vulkanausbruch vor knapp drei Jahren saßen Millionen Fluggäste tagelang fest. Ryanair gab an, 26,1 Millionen Euro an Entschädigung gezahlt zu haben. Viele Ansprüche waren aber als „exzessiv“ abgelehnt worden.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.