Reiserecht

Flug verpasst wegen Schlange: Passagier trifft Mitschuld

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Flugreisende haben eine Mitverantwortung, pünktlich zum Gate zu kommen.

Am Check-In-Schalter können mitunter lange Schlangen entstehen. Wird die Zeit knapp, sollte man sich bemerkbar machen. Denn laut einem Urteil sind Reisende mitverantwortlich, wenn sie den Flug verpassen.

Düsseldorf - Das Warten am Check-In-Schalter zieht sich manchmal ganz schön hin. Wird die Zeit bis zum Abflug knapp, sind Flugreisende in der Verantwortung, sich aktiv um eine bevorzugte Abfertigung zu kümmern.

Bleiben sie einfach in der Schlange stehen und verpassen so den Flug, steht ihnen keine Entschädigung zu. Das entschied das Amtsgericht Düsseldorf. In dem verhandelten Fall hatten die Kläger einen Flug von Düsseldorf nach Antalya gebucht.

Abflug war 14.20 Uhr, die Kläger erschienen aber erst um 14.15 Uhr am Abfertigungsschalter. Sie konnten nicht mehr mitgenommen werden - und klagten deshalb auf Entschädigung. Die Kläger behaupteten, bereits 12.30 Uhr am Flughafen gewesen zu sein. Doch die Schlange vor dem Schalter sei so lang gewesen, dass sie erst fünf Minuten vor Abflug an der Abfertigung ankamen.

Das Gericht wies die Klage ab. Zum einen zweifelte es die Schilderung der Kläger an. Es sei nicht plausibel, dass die Fluggäste wirklich so lange hatten anstehen müssen wie behauptet. Abgesehen davon wäre es aber ohnehin ihre Pflicht gewesen, sich aktiv zu erkundigen, ob ein Erreichen der Maschine noch möglich war. Sie hätten eine bevorzugte Abfertigung einfordern müssen, wenn die Zeit knapp geworden wäre.

Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".

Reiserecht: 20 Gründe für den Reiserücktritt

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

dpa/tmn

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