Fluggesellschaft haftet nicht für Maus an Bord

+
Kleines Tier, viel Wirbel: Kann das Flugzeug wegen einer Maus an Bord nicht abheben, bekommen Passagiere keinen Schadenersatz. Foto: Peter Steffen

Düsseldorf (dpa) - Ab einer Verspätung von fünf Stunden haben Flugpassagiere das Recht auf Schadenersatz. Doch was, wenn die Verzögerung von einem kleinen Nager verursacht wurde? Dann ist das ein "nicht vorhersehbares Ereignis", urteilte das Amtsgericht Düsseldorf.

Eine Fluggesellschaft muss ihren Passagieren keinen Schadensersatz zahlen, wenn eine Maus im Flieger den Start vereitelt. Das hat das Düsseldorfer Amtsgericht entschieden und die Klage einer Passagierin abgewiesen, die wegen eines kleinen Nagers fast sechs Stunden verspätet in Düsseldorf gelandet war (Az.: 47 C 17099/13).

Ab einer Verspätung von fünf Stunden stehe Passagieren laut EU-Fluggastrechteverordnung zwar grundsätzlich Schadenersatz zu, sagte ein Gerichtssprecher. Eine Maus im Flugzeug stelle aber "ein nicht vorhersehbares und nicht beherrschbares Ereignis dar". Dies befreie die Airline von der Schadenersatzpflicht, zumal sie alles unternommen habe, um möglichst schnell ein Ersatzflugzeug bereitzustellen.

Das Mäuschen war in Puna Cana in der Dominikanischen Republik eine Stunde vor Abflug entdeckt worden. Es war vermutlich mit dem Gepäck in die Maschine gelangt, die dann aus Sicherheitsgründen zunächst am Boden bleiben musste.

EU-Fluggastrechteverordnung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.