Ihr Recht beim Flug

Was ist ein „außergewöhnlicher Umstand“?

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Für Flugpassagiere sind Verspätungen oft eine Qual.

Verzögert sich ein Abflug wegen eines technischen Defekts an Bord, wertet die Airline dies häufig als „außergewöhnlichen Umstand“. Das hat einen Grund.

Bei einem „außergewöhnlichen Umstand“ müssen Fluggesellschaften für Verspätungen keine Entschädigung nach EU-Recht zahlen.

Bei einer Panne gibt es Geld

Ein technischer Defekt sei in der Regel aber keineswegs als „außergewöhnlicher Umstand“ zu betrachten, erklärt die Verbraucherzentrale Berlin.

Der EuGH hat entschieden (Az. C-549/07), dass Fluggesellschaften auch bei solchen Defekten betroffenen Passagiere eine Entschädigung zahlen müssen. Das gilt bei allen technischen Problemen, die im normalen Betrieb der Airline anfallen, jedoch nicht bei Rückruf einer Maschine durch den Flugzeughersteller.

 Reisende, die sich wegen der Panne deutlich verspäten, sollten also eine Ausgleichszahlung bei der Airline einfordern.

Entschädigung bei Verspätung

Nach EU-Recht steht Passagieren bei einem Flugausfall oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden eine Entschädigung zu. Je nach Flugstrecke sind das 250, 400 oder 600 Euro.

Außergewöhnliche Umstände

Diese Regelung gilt nicht bei Fluglotsen- oder Pilotenstreiks und extremem Schneefall - beides gilt als „außergewöhnliche Umstände“. Die Verbrauchschützer raten Reisenden, sich bei Verzögerung immer genau bei der Airline zu erkundigen, warum es zu einer Verspätung kommt.

dpa/ml

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