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Blende auf, Blende zu – warum im Flugzeug das Fenster bei Start und Landung offen sein muss

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Von: Anna Heyers

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Bei Start und Landung von Flugzeugen werden die Passagiere stets gebeten, doch die Fensterblenden zu öffnen und die Sitze in die aufrechte Position zu bringen. Doch was steckt dahinter?

Der Ablauf bei einer Flugreise ist doch immer recht ähnlich: Kurz vor Start oder Landung schreiten die Flugbegleiter den Gang einmal ab und kontrollieren, ob bei den Passagieren alles in Ordnung ist. Dazu gehören neben der Kontrolle des geschlossenen Anschnallgurtes auch die korrekte Position des Sitzes (aufrecht) und des Tische (hochgeklappt) sowie die Blende der Fenster. Die muss immer bei diesen beiden Flugmanövern immer offen sein, doch warum eigentlich?

Ein kleiner Junge schaut aus einem Flugzeugfenster.
Die Blenden bei Flugzeugfenstern sind bei Start und Landung immer offen. Zum einen ist das ein Muss aus Sicherheitsgründen. Zum anderen sind diese Manöver aber auch für Klein und Groß faszinierend und werden gern aus dem Fenster beobachtet. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Im Flugzeug muss die Fensterblende bei Start und Landung offen sein

Die meisten Regeln, an die man sich als Passagier im Flugzeug halten muss, haben einen Sicherheits-Aspekt. Das gilt auch für die Fenster und ihre Schieberollos. So soll beispielsweise bei Stromausfall noch Tageslicht ins Innere dringen können. In einem Gespräch mit Travelbook erklärte der Luftfahrtexperte Heinrich Grossbongart außerdem, dass die Flugbegleiter sich im Notfall nur bei geöffneten Fenstern einen Überblick über die Lage verschaffen könnten. Dann entscheiden sie etwa, auf welcher Seite des Fliegers der Notausstieg geöffnet werden kann. Und auch die Rettungskräfte haben nur bei geöffneten Blenden einen guten Blick ins Flugzeug – wichtig für eine präzise Einschätzung der Situation.

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Streitthema: die geöffnete Fensterblende

Nicht nur Kinder werden beim Fenster-Thema mitunter emotional. Üblicherweise hat er Passagier am Fenster auch die Hoheit darüber. Dass die Blende bei Start und Landung immer geöffnet sein muss, sorgt aber gelegentlich für angespannte Situationen im Flieger. Auf der Instagram-Seite @passengershaming wurde etwa dieser Beitrag geteilt:

Ein Herr fühlte sich offensichtlich so sehr geblendet, dass er das Fenster, an dem der Vordermann saß, unbedingt verdunkelt haben wollte. Minutenlang zog sich das Blenden hin und her hin, bis endlich eine Flugbegleiterin kam. Wie das Problem gelöst wurde, ist im Video nicht zu sehen. Da sich der Flieger allerdings im Landeanflug befand, war das Fenster am Ende bestimmt offen. Andere Situationen nerven Flugbegleiter bestimmt ebenfalls.

Bei Ab- und Anflug: Licht wird gedimmt

Mit in die Kategorie Vorbereitung auf Notfall und Sicherheit gehört auch das Dimmen des Lichtes während des Starts und der Landung. Das ist besonders wichtig, wenn es draußen schon dunkel ist. Denn sollte bei Abflug oder Anflug des Flughafens, die risikoreichsten Momente einer Flugreise, etwas schiefgehen, sind Passagiere und Crew so schon an das entsprechende Licht gewöhnt. Und damit beim Verlassen des Fliegers ebenfalls alles so problemlos wie möglich ablaufen kann, sollen auch die Sitze und Klapptische immer in die Ausgangsposition zurückgestellt werden, wenn das Flugzeug abhebt oder aufsetzt.

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