"Missachtung der Aufsichtspflicht"

Von fremdem Mann begrabscht: Mädchen (6) allein in Flugzeug unterwegs - Crew hilft nicht

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Eine Mutter prangert auf Facebook an, die Crew habe sich nicht genug um ihre sechsjährige Tochter gekümmert, als diese alleine im Flugzeug mitflog. (Symbolbild)

Eine Mutter lässt ihre kleine Tochter alleine im Flugzeug mitfliegen. Doch statt betreut zu werden, wird das Mädchen von einem fremden Mann begrabscht.

  • Eine Mutter ließ ihre sechsjährige Tochter alleine in einem Flugzeug mitfliegen.
  • Während des Fluges kümmert sich die Crew nicht um das Mädchen.
  • Ein fremder Mann, der neben der Sechsjährigen saß, fing an, sie gegen ihren Willen zu kitzeln.
  • Die Eltern des Mädchen brachten dies zur Anzeige bei der Polizei.
  • Die Mutter prangerte nun auf Facebook die unterlassene Hilfe der Airline an.

Mutter prangert Airline an: "Wir fühlen uns komplett ignoriert"

Lilli R. machte ihrem Ärger über den Vorfall auf Facebook Luft. Dort schrieb sie bereits am 19. November 2019: "Vor ein paar Tagen flog meine Tochter eine Kurzstrecke mit der Swiss International Air Lines. Wir buchten eine Betreuung, die laut Swiss garantiert, dass das Kind 'vor, während und nach dem Flug durch geschultes Personal betreut ist'. Soweit die Theorie."  

Ihrer Tochter sei zu Beginn des Fluges eine Flasche Wasser von der Flugbegleiterin gereicht worden. Dann sei während des restlichen Fluges niemand mehr von der Crew aufgetaucht. Während den 40 Flugminuten sei es dann aber zu einem verstörenden Vorfall gekommen.

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"Es kam auch niemand um nach ihr zu schauen, als der fremde Mann, welcher neben ihr saß, sie gegen ihren Willen am ganzen Körper 'kitzelte' und mein sechsjähriges Mädchen lautstark protestierte und ihn mehrmals bat, damit aufzuhören", schrieb R. weiter. "Ebenfalls reagierte niemand, als dieser besagte Mann meine Tochter während des gesamten Fluges detailliert ausfragte, wo sie wohne (er wollte den genauen Straßennamen und sogar die Hausnummer wissen), wo sie zur Schule geht und wie sie heißt. All das passierte in einem voll besetzten Flugzeug."

Nach der Landung habe die Tochter ihren Eltern von dem Vorfall berichtet. Die Eltern hätten daraufhin den Schalter der Airline am Flughafen aufgesucht. "Leider war niemand mehr vor Ort, uns blieb einzig der Weg zur Flughafenpolizei, welche auch sofort freundlich unsere Anzeige aufnahm. Wichtig: Der unbekannte Mann wird nun polizeilich belangt - das geht also seinen offiziellen Weg."

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Mutter wirft Airline "Missachtung der Aufsichtspflicht" vor

R. sei jedoch mit der Reaktion der Airline mehr als unzufrieden, wie sie schreibt. "Wir haben daraufhin am nächsten Tag versucht, die Swiss dazu zu befragen, wollten die Geschehnisse schildern und um Aufklärung bitten." Sie seien dann telefonisch von vier verschiedenen Stellen darauf hingewiesen worden, sie seien beim falschen Ansprechpartner gelandet und sollten das Kontaktformular auf der Website nutzen.

"Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, wurden wir nun auch per Email zurückgewiesen und uns wurde geschrieben, dass es nicht möglich wäre, Stellung zu dieser Situation zu nehmen", so R. weiter. Es habe von Seiten der Airline geheißen, dass die "Abteilung nur Anliegen zu Flug-und Gepäckunregelmäßigkeiten bereits vergangener Flüge bearbeitet. Sobald sich die Polizei bei uns meldet, wird Ihr Anliegen an die entsprechende Abteilung weitergeleitet. Nur leider ist dieser Kontakt ausschließlich für die Behörden und nicht für Sie als Privatperson."

"Wir fühlen uns komplett ignoriert und unser Wunsch nach Aufklärung scheint unerwünscht", heißt es in dem Facebook-Post. "Bis jetzt hat sich niemand bei uns gemeldet und konnte uns erklären, weshalb hier eine ganz offensichtliche Missachtung der Aufsichtspflicht stattgefunden hat. Dieser unbekannte Mann hatte 40 Minuten Zeit mit unserer Tochter und weiß nun, wo wir wohnen. Liebe Swiss, für uns geht es um lückenlose Aufklärung und den Schutz aller Kinder. Wir erwarten Kooperation."

Swiss International Air Lines hat bisher nicht auf den Post reagiert. Die Redaktion wird jedoch berichten, sobald es hier ein Statement gibt.

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Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Da fliegt man gerne Richtung München zum Oktoberfest. Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa stimmen auf die Maß Bier und Brezen ein.   © Lufthansa
Schaun mer mal und auf geht's zur Wiesn: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa im feschen Dirndl. © Lufthansa
Immer ein Lächeln auf den Lippen, die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © Lufthansa
Revolutionär un d sexy: 1971 präsentiert die Fluggesellschaft TWA die neue Kollektion für Stewardessen. © ap
Immer fröhlich: Stewardessen der Air Asia. Die Damen begleiten die Flüge von Malaysia, Thailand und Indonesien. © ap
In dem neuen Dress unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © 
Die Zeiten ändern sich auch bei den Fluggesellschaften. Hier eine äußerst züchtig gekleidete Stewardess aus dem Jahr 1956. Sie arbeitet für die amerikanische Fluglinie Capital Airlines. © ap
Die beiden Damen gehören zu Singapore Airlines. Die Kleidung der asiatischen Stewardessen ist sehr farbenfroh und freundlich. © ap
Dezent und zurückhaltend ist hingegen die Kleidung der arabischen Airlines. Hier die Damen der Emirates Airline. © ap
Frau trägt Hose: In der heutigen Zeit haben die Flugbegleiterinnen die Wahl. Hose oder Rock, beides ist erlaubt. Schließlich gibt es heutzutage auch weibliche Flugkapitäne. Hier die Crew von British Airways. © ap
Die neue Kollektion von LTU wird vorgestellt. Jede Fluggesellschaft identifiziert sich auch über ihre Flugbegleiterinnen. Da ist die Kleidung ei n Markenzeichen. © ap
Für die Kleidung vom Personal gibt es inzwischen eigene Modenschauen. Nirgendwo ist es so abwechslungsreich wie bei der Air France. Der Modedesigner Christian Lacroix höchstpersönlich entwirft die Mode für die französische Fluggesellschaft. © ap
Auch dieses Kostüm für Air France wurde von Christian Lacroix entworfen. © ap
Für die Olympischen Spiele in Peking mussten die Stewardessen besonders in punkto Auftreten üben. Etikette und Stil sind ein absolutes Muss. © ap
Hier fühlt sich der Fluggast an die 70er-Jahre-Popgurppe  ABBA erinnert. Der Designer Yannis Tseklenis schuf die äußerst bunte Kleidung für die Olympischen Spiele. © ap
Diese Kostüme waren 1963 das Erkennungsymbol für die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines. © ap
Unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen von Air Berlin in einer schwarz-rot-weißen Kombination. © ap
Mit einem freundlichen Bordpersonal vergehen die Flüge viel schneller. © ap
Reizende Aussichten gibt es 1967 bei der amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines. © ap
Diese Dame von AirAsia berät die Passagiere in Kuala Lumpur (Malaysia). © ap
Das Model Jane Cartwright präsentiert die Mode für die Stewardessen von United Airlines 1963. © ap
Dieses Vierergespann begleitet die Fluggäste von Pacific Airways ab Hongkong. © ap
Hier legt der Designer Richard Tyler Hand an: Patricia Ringness präsentiert seine Mode für Delta Flight. © ap
Karo-Look ganz in Blau: Die Damen von Hungarian Airline sind unverkennbar gekleidet. © ap
Lufthansa-Uniformen aus verschiedenen Jahrzehtnen. Die Schnitte haben sich zwar geändert, trotzdem kommen die Stewardessen unverkennbar von der Lufthansa. © ap
Die Mode für Stewardessen von Richard Tyler wurde auf der Fashion Week in New York vorgestellt. © ap
Die Damen von United Air in Uniformen aus den 30er bis in die 50er Jahre. © ap
Freundlicher Service und eine Kleingkeit zu Naschen, da steigt jeder bei Air Berlin gerne in ein Flugzeug. © Air Berlin
Eine typische Crew der Fluggesellschaft Air Berlin. © Air Berlin
Stewardessen der Air Berlin sorgen für einen angenehmen Flug und verkürzen uns die langen Stunden in der Luft. © Air Berlin
Unverkennbar: Blaue Kostüme und gelbe Schrift, jede Fluggesellschaft hat ihr Erkennungszeichen. Das ist die Condor.  © Condor
Gerade auf Langstreckenflügen freuen sich die Fluggäste über ein nettes Wort oder eine kleine freundliche Geste. Flugbegleiterinnen (hier von Condor) haben oft eine Engelsgeduld. © Condor
Diese Damen eines Kaufhauses haben sich nur verkleidet. Im Rahmen einer Werbeaktion für eine Ruhezone hat ein Einkaufcenter sich das Innere eines Flugzeugs zum Vorbild genommen. © dpa
Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Air Berlin, Joachim Hunold, mit zwei Flugbegleiterinnen. © dpa
Auch das gehört zu den Aufgaben einer Stewardess: Flugbegleiterinnen von Ryanair  bei einer Schulung. © dpa
Ein "Singapore Girl" von Singapore Airlines: Sie lächelt immer, ist nie gestresst, wie aus dem Ei gepellt und stets zu Diensten. © dpa
Die Stewardessen der Fluglinie "Aegean Airline S.A.", (von links) Elefcheria, Maria, Margaret und Ioanna, aufgenommen auf dem Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Air China gibt sich zu den Olympischen Spielen 2008 besondere Mühe. Diese Damen posieren am Flughafen von Peking. © dpa
Stewardessen der bahrainischen Fluggesellschaft Gulf Air stehen  in Bahrain auf der neugebauten Formel 1-Rennstrecke bei der Fahrerparade vor dem Großen Preis von Bahrain als Grid-Girls Spalier. © dpa
Von Quietschgelb bis Hellblau - die Lufthansa präsentiert 40 Jahre Mode am Himmel. © dpa
Blau-gelbe Uniform und flotter Kopfschmuck. So erkennt man die Damen von der Lufthansa sofort. © dpa
Manchmal wird es eng in den Gängen der Flieger. D ie Stewardessen von Thomas Cook haben gelernt auf engstem Raum zu arbeiten. © Thomas Cook

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