Feuer in Südfrankreich

Urlaub in Frankreich: Karte zeigt von Waldbränden betroffene Urlaubs-Regionen

Verheerende Waldbrände wüten seit Wochen im Süden Europas. In Südfrankreich mussten tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden. Auch für Urlauber ist die Situation vielerorts gefährlich.

Dortmund/Saint-Tropez – Italien, Spanien, Griechenland, die Türkei – und nun auch Südfrankreich. Kaum ein Land im Süden Europas, welches noch nicht von den heftigen Waldbränden erfasst wurde, die aktuell rund um das Mittelmeer lodern. Wie RUHR24* berichtet, mussten nahe Saint-Tropez tausende Menschen evakuiert werden, nachdem in der Region am Montag (16. August) ein schwerer Waldbrand ausgebrochen war.

GefahrWaldbrände in Südeuropa
betroffene RegionenSüd-Italien, Griechenland, Türkei, Zentral- und Nord-Spanien, Südportugal, Südfrankreich, Montenegro, Bosnien, Albanien
begünstigt durchTrockenheit, Hitzewelle, starken Wind

Waldbrände in Europa: Urlauber auf Campingplätzen in Südfrankreich evakuiert

Hunderte Feuerwehrleute sind aktuell rund um den Badeort an der französischen Mittelmeerküste im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Doch wie Einsatzkräfte vor Ort laut ntv berichten, sei die Lage „sehr schwierig“. Starker Wind fache die Flammen immer wieder an.

Und so breitet sich das Feuer mit hoher Geschwindigkeit aus. Die Lage in der Region ist kritisch: Vorsorglich wurden deshalb Bewohner und Touristen rund um die Orte Grimaud und La Môle in Sicherheit gebracht. Wie die FAZ berichtet, seien innerhalb eines Tages mehr als 5000 Hektar Land zerstört worden, 19 Menschen erlitten eine Rauchgasvergiftung.

Tausende Menschen flohen vor den Flammen, darunter auch viele Touristen. Wie der Spiegel berichtet, mussten zwölf Campingplätze bereits evakuiert werden – eine Vorsichtsmaßnahme, wie die Feuerwehr im Département Var am Dienstag (17. August) mitteilt. Doch die Räumung zeigt, wie groß die Gefahr durch die Waldbrände in Südeuropa aktuell ist – auch für Urlauber.

Hitzewelle und Trockenheit begünstigte heftige Waldbrände im Süden Europas

Bereits seit Wochen hat eine Hitzewelle den Süden Europas fest im Griff. Temperaturen über 40 Grad ließen Griechenland, die Türkei und Italien bereits zum Beginn des Sommers ächzen. Dann brachen die ersten Waldbrände in Europa* aus. In Griechenland drangen sie bis nach Athen vor. In der Türkei und Italien vernichteten die verheerenden Brände riesige Flächen. Auch Todesopfer forderten die Flammen bereits.

Bislang war Frankreich eher verschont geblieben. Doch nun haben die gefährlichen Brände auch das Land im Westen Deutschlands erreicht. Für Urlauber bedeutet die neu ausgebrochenen Waldbrände: Brenzlich kann es in Südeuropa aktuell überall werden. Besonders Regionen die seit Wochen unter Trockenheit und Hitze leiden, sind gefährdet.

Urlaub in Europa: Waldbrände bedrohen Mittelmeerraum

Auch zahlreiche Urlaubsorte sind von den heftigen Waldbränden bedroht. Besonders, wer seinen Urlaub im Mittelmeerraum plant, sollte die Lage vor Ort daher genau beobachten und seinen Urlaub gegebenenfalls stornieren*. Von Reisen in die betroffenen Gebiete Italiens rät das Auswärtige Amt gegenwärtig sogar gänzlich ab.

Doch auch an vielen anderen Orten in Südeuropa ist es derzeit nicht ratsam, sich auf Campingplätzen und in anderen Ferienunterkünften einzurichten. Sie sind ebenso wie die Wohnviertel der Einheimischen bei Waldbränden in Gefahr.

Waldbrände in Europa: Viele Urlaubsgebiete am Mittelmeer bedroht

Die Karte zeigt, wo die Gefahr durch Waldbrände aktuell am größten ist. Vorerst scheint sich die Lage auch nicht zu entspannen. Es soll weiterhin trocken und heiß bleiben. Laut Deutschem Wetterdienst sollen die Temperaturen auch in den kommenden Tagen in vielen Regionen bei 30 Grad und mehr bleiben.

Wie schnell sich die Brände ausbreiten können, zeigt die aktuelle Situation in Südfrankreich: Am Montagnachmittag hatte die Feuerwehr in Marseille über einen Einsatz in einem nahe der Stadt gelegenen Bergzug berichtet. Bereits am Dienstag loderten die Flammen dann schon an vielen Orten in der Region zwischen Marseille und Nizza – dem Küstenabschnitt, an dem auch der beliebte Badeort Saint-Tropez liegt. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rafael Bastante/dpa

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