Im Stadtstaat Monaco, wo Albert II. an diesem Wochenende Charlene Wittstock heiratet, lässt es sich mondän urlauben

Fürstliche Ferien

Eingeklemmt zwischen Fels und Straßen: Die Kirche Sainte Dévote, wo die frischgebackene Prinzessin nach alter Tradition ihren Brautstrauß ablegen wird. Foto: Burkel

Über die Côte d’Azur steuert ein Helikopter heran, am Hafen schaukeln persilweiße Riesenyachten, der Autohändler am Eck bietet Ferraris an– und hoch oben thront ein Fürstenpalast: In Monaco erscheint das Leben einfach ein wenig glamouröser als anderswo.

An diesem Wochenende wird es in dem Zwergstaat an der Mittelmeerküste noch festiver zugehen als sonst: Dann feiern der Monegassenprinz Albert II. und seine Verlobte Charlene Wittstock Vermählung. Die Kulisse: Das um einen Felsen angeordnete, nur rund zwei Quadratkilometer große Grimaldi-Imperium mit seinen Altstadtgassen und pastellfarbenen Hochhäusern, und dem blau glitzernden Meer.

Mit Verve bereiten sich die rund 35 000 Einwohner auf die Hochzeit vor: Restaurants servieren royale Menüs mit monegassischen Leibspeisen und kleiden ihr Personal in den Landesfarben. Die Brauerei „Brasserie de Monaco“ hat ein mit Preiselbeersaft versetztes Bier in den Nuancen der Liebe und der Flagge entworfen. Derweil verkauft der französische Feinkostfabrikant Fauchon ein Mini-Eclair mit winzigen rotweißen Rauten, ähnlich dem Wappen der Fürstenfamilie.

Auch nach der Hochzeit lohnt sich eine Reise nach Monaco

Doch auch jenseits der Vermählung seiner Durchlaucht lässt sich in Monaco mondän urlauben. Dazu gehören eine Visite im Fürstenpalast mit seinem pompösen Interieur und der Kathedrale mit den Grabstätten verstorbener Hoheiten. Sehr exklusiv bummelt es sich am Yachthafen, wo weiß gekleidetes Personal verwaiste Luxusschiffe hütet. Und ein wenig wie ein Bond-Girl fühlt man sich abends im berühmten Casino des Stadtteils Monte Carlo. Sehenswert ist zudem das Musée Océanographique, in dessen rund 90 Becken Meeresgetier aus dem Mittelmeer, den Tropen und Amazonien schwimmt.

Neben hochpreisigen Sportarten wie Golf und jedem erdenklichen Wasser-Amusement – von Jetski bis Delfin- und Wal-Watching – bietet Monaco einen eigenen Wanderweg. Dieser beginnt direkt am Schloss und ist Teil des Fernwanderwegs „Via Alpina“. Die gut markierte Strecke führt unter anderem zum „Exotischen Garten“ von Monaco. Rennsportbegeisterte planen ihren Aufenthalt vielleicht erst zur Rallye Monte-Carlo im Januar oder zum Formel 1-Grand Prix im Mai.

Auch in der französischen Umgebung des Fürstentums verteilen sich glamouröse Ziele: Unweit von Monaco an der Côte d’Azur liegt die Filmstadt Cannes mit ihrem klobigen Festspielhaus und in den Boden eingelassenen Schauspieler-Handabdrücken von Julie Andrews über Michael Douglas bis Mickey Mouse. Ein Abstecher könnte in die Parfumstadt Grasse mit ihren Duftfabriken führen. Und unbedingt sehenswert ist das nahe Nizza: Von dessen Stadtstrand aus können Badende – sehr kosmopolitisch – die ständig landenden Flugzeuge beobachten.

Wer zurück nach Monaco nicht mit Yacht oder Heli, sondern ganz profan per Bus fährt, kommt an der Straßenkurve vorbei, an der einst Gracia Patricia von Monaco verunglückte. Alberts künftige Braut, finden manche, sei ihr wie aus dem Gesicht geschnitten.

Von Anja Burkel

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