Zahlungsmittel für die Reisekasse

Geld im Urlaub

Wer ins Ausland reist, sollte nicht nur auf ein Zahlungsmittel setzen. Münzen und Scheine sind bei Verlust oder Diebstahl unwiederbringlich verloren. Der mitgeführte Geldbetrag sollte daher überschaubar ausfallen. Sicherer sind Giro- und Kreditkarte. Urlauber sollten sich allerdings vorab erkundigen, ob ihre Karte im Ausland gültig ist. Wichtig ist auch, sich über die aktuellen Wechselkurse zu informieren. In der Regel ist die Bargeldversorgung am Automaten außerhalb der Euro-Zone günstiger als der Umtausch zuhause.

In Europa ist die Maestro-Karte das beliebteste Zahlungsmittel. Mit dieser Giro-Karte kann man praktisch überall zahlen und Geld abheben. Einkäufe innerhalb der Eurozone sind gebührenfrei, außerhalb fällt meist ein Prozent vom Umsatz an. Ebenfalls gebührenfrei sind Geldabhebungen an bankeigenen Automaten und an Automaten von Partnerinstituten. Wer Geld an kostenpflichtigen Fremdautomaten abhebt, muss mit Mindestgebühren zwischen 4,50 und 6,50 Euro pro Abhebung rechnen.

Achtung bei V-Pay

Einige Geldinstitute verwenden bei Giro-Karten inzwischen das Bezahlsystem V-Pay. Diese Technologie kann in den USA sowie in vielen asiatischen Ländern nicht genutzt werden.

Um unberechtigte Abhebungen einzugrenzen, haben fast alle Banken eine Verfügungsgrenze beim Geldabheben mit Maestro-Karten festgelegt. Diese beträgt in der Regel 1000 Euro pro Tag oder 2500 Euro pro Woche. Reisende mit höherem Finanzbedarf können den Verfügungsrahmen problemlos per Anruf oder Online-Banking erweitern.

Vor allem in Übersee spielen Kreditkarten ihre Stärke aus. Mit rund 30 Millionen Akzeptanzstellen verfügen Master- und Visa-Card über die weltweit größte Akzeptanz als Zahlungsmittel. Das Geldabheben ist rings um den Globus an allen Geldautomaten mit Master- oder Visa-Zeichen möglich. Die Gebühr beträgt ein bis drei Prozent des abgehobenen Betrags. Allerdings gelten auch hier Mindestbeträge, die in der Regel zwischen fünf und sechs Euro liegen. Das Einkaufen innerhalb der Euro-Länder kostet keine Gebühr, außerhalb wird ein Auslandseinsatzentgelt von ein bis zwei Prozent des Umsatzes fällig. Einige Banken verzichten bei ihren Kreditkarten auf die Automatengebühr im Ausland. Dies gilt bei ING-Diba sowie Volkswagen- und Audi-Bank für die Euroländer, bei Netbank und DKB sogar weltweit.

Auch für Visa- und Master-Karten gelten Limits am Geldautomaten, die sich nach Rücksprache mit der Bank verändern lassen. Kreditkarten sind besonders unter Sicherheitsaspekten für die Auslandsreise empfehlenswert. Geht eine Karte verloren oder wird sie gestohlen, verhindert die sofortige Sperre den Missbrauch. Nach Meldung des Verlusts sind Bankkunden von der Schadenhaftung befreit, sofern die Karte sorgfältig aufbewahrt und der Verlust umgehend gemeldet wurde. (biallo.de)

Zentrale Sperr-Rufnummer: T +49 116 116.

Von Max Geißler

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