Eine Reise wert für Liebhaber und Kenner von Bratwurst, Fisch, Wein und Bier

Genüsse aus Franken

Leuchtend: So farbenfroh können die Weinberge im Fränkischen Weinland strahlen. Foto: Andreas Hub / nh

Für Liebhaber guter Küche und eines edlen Tropfens ist Franken ein lohnendes Reiseziel. Das Land des berühmten Frankenweins, der größten Brauereidichte Europas und der sprichwörtlichen Schlemmerfreude lockt Genießer immer wieder in eine der 15 Ferienlandschaften, die auch kulinarisch ihren besonderen Reiz haben. Die fränkische Traditionsküche und die moderne, leichte Regionalküche ergänzen sich. Frische und abwechslungsreiche Zutaten tragen dazu bei, dass sich zusätzlich zu den alt überlieferten Spezialitäten ein reicher Schatz charakteristischer fränkischer Rezepte, aber auf eine neue, leichte Art, entwickelt hat.

Zu den bekanntesten Spezialitäten zählen die Bratwürste, die es je nach Landstrich in unterschiedlichsten Größen und verfeinert mit teils streng geheimen Würzmischungen überall im Lande gibt. Am bekanntesten sind sicherlich die 25 Gramm leichten Nürnberger. Ganz anders die „Fränkische Bratwurst“, die auf dem Land zuhause ist: Je länger und dicker, umso beliebter bei den Einheimischen. Besonders würzig zeigt sich die Coburger Bratwurst und unter Wurstkennern werden auch die Hofer und die Ansbacher Bratwürste hoch geschätzt.

Ein Highlight für Wurstliebhaber

Einen besonderen Clou hat sich die Winzergemeinde Sulzfeld im Fränkischen Weinland einfallen lassen. Dort wird die Bratwurst nicht stückweise, sondern in Schneckenform vom laufenden Meter verkauft. Doch nicht immer werden die Bratwürste tatsächlich gebraten: Auch als „Saure Zipfel“, gekocht in einem Sud aus Essig, Frankenwein und feinen Gewürzen, haben sie eine große Fangemeinde.

Eine der bekanntesten fränkischen Spezialitäten ist das Schäufele, ein knusprig-braun gebratenes Schulterstück vom Schwein, serviert mit rohen Kartoffelklößen und einer würzigen Natursoße. Beliebt ist auch der typisch fränkische Sonntagsbraten, ein Sauerbraten in herzhafter Lebkuchensoße oder ein Schweinebraten mit rohen Klößen. Besonders in den oberfränkischen Feriengebieten spielt auch das „Gekochte Rindfleisch mit Märch“ (Meerrettichsoße) eine wichtige Rolle auf dem Speisezettel.

Eine besondere Rolle auf Frankens Speisekarten spielen Fische, insbesondere Karpfen. Ein Aischgründer Karpfen, der Länge nach halbiert, gebacken oder „blau“, ist allein schon eine Reise wert. Von September bis April wird der Karpfen fangfrisch serviert. Im Aischgrund, dem Land der tausend Weiher im südlichen Steigerwald, haben sich viele Wirte aber auch der etwas raffinierteren Zubereitung der Karpfen verschrieben. Nicht nur zu den Karpfenschmeckerwochen im Oktober wird der Aischgründer Karpfen in vielerlei Variationen serviert. Eine echt fränkische Köstlichkeit sind auch Waller und Schleien oder die bachfrischen Forellen aus der Fränkischen Schweiz oder der Rhön. Seit einigen Jahren sind zur Freude der Feinschmecker auch die Flusskrebse wieder in Franken heimisch, die in der Gastronomie immer öfter auf der Speisekarte stehen.

Und jetzt eine Brotzeit

Im Naturpark Altmühltal, aber auch in der Rhön, im Oberen Maintal-Coburger Land, in der Frankenalb oder im Romantischen Franken wachsen auf kräuterreichen Weiden Junglämmer heran, durch deren Verkauf die Hüteschäfer ihr Einkommen decken und gleichzeitig die Landschaft pflegen.

Nicht immer wird in Franken warm gegessen – großer Beliebtheit erfreut sich nach wie vor die fränkische Brotzeit. „Presssack“, „Gelegter“ und Griebenwurst sind typische Beigaben dafür, aber auch die geräucherte Bratwurst und roher Schinken. Und natürlich dürfen bei der fränkischen Brotzeit hausgemachte Käsespezialitäten wie „Zieberleskäs“, „Gerupfter“ oder „Angemachter“ nicht fehlen. Dazu gibt es Rettich und vor allem das frisch gebackene, deftige Bauernbrot. (nh)

Mehr dazu im Internet auf: www.franken-geniesserland.de

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