Urlaubsmythen

Was ist gesünder: Aktivurlaub oder Faulenzen?

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Sich einfach mal hängen lassen im Urlaub, darauf freuen sich viele. Gesünder ist offenbar aber eine aktivere Urlaubsgestaltung.

Köln - Im Urlaub einfach nichts tun, sondern in den Tag hinein leben. Darauf freut sich so mancher. Andere packen für die schönsten Wochen des Jahres Wanderstiefel, Fahrrad oder Surfbrett ein. Aber was ist gesünder?

Ist Aktivurlaub gesünder als Faulenzen? „Ja“, lautet die eindeutige Antwort von Prof. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln: „Körperliche Aktivität übt einen positiven Reiz auf mehrere körperliche Systeme aus.“ Vor allem baue sie Stresshormone ab und aktiviere Glückshormone sprich Endorphine, die einen entspannen lassen. „Das Immunsystem wird gestärkt, so dass Angreifer wie Viren oder Bakterien weniger Chancen haben.“ Radfahren, wandern oder jede andere aktive Betätigung führe zu einer erholsamen Ermüdung. Danach habe man das Bedürfnis, sich mehr auszuruhen.

Bei vielen ist der Stresspegel kurz vor den Ferien besonders hoch. Einiges muss bedacht werden, der Schreibtisch leergeräumt und der Koffer noch gepackt werden. Gefährlich lebt, wer sich dann im Urlaub plötzlich auf Null runterfährt. „Damit kann der Körper nicht umgehen. In den ersten Tagen zu kollabieren, ist ein typisches Managersyndrom“, erklärt der Kölner Sportwissenschaftler.

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Die Ferien gleich mit viel Sport zu beginnen oder sofort auf einen 3000-Meter-Gipfel zu kraxeln, ist für Froböse jedoch auch nicht der richtige Weg: „Moderat aktiv in den Urlaub einsteigen, den Körper ganz bewusst abkühlen lassen, zum Beispiel mit Spaziergängen am Strand oder leichten Läufen.“ Bergwanderer sollten die ersten Tage auf 2000 Metern Höhe bleiben. Doch als Fazit bleibt für uns alle: Wer nur auf der faulen Haut liegt, kommt weniger erholt nach Hause, als jemand, der sich eine aktive Auszeit nimmt.

dpa

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