Griechenland-Streik: Ihr Recht beim Flugausfall

+
Streik in Griechenland: Kein Schadenersatz bei Flugausfall (Archivbild).

Athen - In Griechenland ist am Mittwoch ein Generalstreik geplant - fällt deshalb ein Flug aus, haben betroffene Urlauber keinen Anspruch auf Schadensersatz.

Denn dabei handele es sich um höhere Gewalt, erklärte Reiserechtler Paul Degott in Hannover im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. “Das heißt, es ist ein Ereignis, das von außen kommt, nicht vorhersehbar ist und die Durchführung der Reise unmöglich macht“, erläuterte Degott. Dieser Fall sei bereits gegeben, wenn die Fluglotsen streiken.

Lesen Sie mehr dazu:

Ihr Recht beim Fluglotsen-Streik

Je nach Dauer der Verzögerung haben Pauschalurlauber aber die Chance auf eine Minderung des Reisepreises. Falls der Hinflug ersatzlos ausfällt, dürfen sie auf ein anderes Urlaubsziel umbuchen oder sie erhalten ihr Geld zurück. Auch Individualtouristen erhalten dann den Flugpreis zurück oder können auf einen anderen Flug umbuchen.

Fällt ein Flug auf der Heimreise aus, steht die Fluggesellschaft in der Pflicht: “Die EU-Fluggastrechte-Verordnung sieht vor, dass die Fluggesellschaft eine Ersatzbeförderung bereitstellen muss“, erläuterte Degott. Reisende werden dann ohne zusätzliche Kosten auf andere Flüge umgebucht - und zwar unabhängig davon, ob sie nur den Flug oder eine Pauschalreise gebucht haben. Findet diese Ersatzbeförderung erst Stunden oder Tage später statt, muss sich die Fluggesellschaft in der Zwischenzeit um Verpflegung und Unterkunft kümmern.

Christopher Ratter/ dpa

Ihre Ansprüche beim Fluglotsen-Streik

Ihre Ansprüche beim Fluglotsen-Streik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.