Paradiese mit besonderem Reiz

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Kanuwanderer auf der Diemel

Wasserwanderland Nordhessen: Es ist schon etwas Besonderes, die ursprüngliche Natur Nordhessens in ihrer ganzen Vielfalt und atemberaubenden Schönheit leise dahingleitend auf dem Wasser zu erleben.

Unter Landschaftsschutz gestellte Auen, umgeben von Reinhardswald, Kaufunger Wald, Knüll und Ederbergland, beherbergen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die besonders schützenswert sind. Nirgendwo sonst ist man als stiller Beobachter so ungestört.

Rund 350 Kilometer Wasserwege laden zu ausgedehnten Touren durch abwechslungsreiche Flusslandschaften ein. Diemel, Eder, Fulda, Werra und Wesersind wunderbare Reviere für Flusswanderer und bieten abwechslungreiche Eindrücke.

Liebevoll restaurierte mittelalterliche Fachwerkstädte und zahlreiche Kulturdenkmäler entlang der Flussläufe inspirieren zu einem Abstecher in die Vergangenheit.

Die meisten Flussabschnitte sind von April bis Oktober, manche sogar ganzjährig befahrbar – für einen Tag, ein Wochenende oder einen ganzen Urlaub lang. Besonderer Vorkenntnisse im Paddeln oder gar ein eigenes Boot bedarf es dabei nicht.

Die Diemel ist ein Fluss mit südländischem Charme. Eine solche Flusslandschaft findet man nur noch selten. Kurvig und mit beachtlichen Strömungen bahnt sich die Diemel ihren Weg durch ihr enges Tal, in dem Erlen und Weiden Schatten spenden. Ab Trendelburg folgt sie dem nördlichen Rand des Reinhardswaldes und durchquert in vielen Windungen ein jahrtausende altes Siedlungsgebiet, bevor sie in die majestätische Weser mündet. Hier liegt Bad Karlshafen, eine Stadt, deren barocke Architektur an die Gründung durch die Hessischen Landgrafen für eingewanderte protestantische Franzosen erinnert.

Weite Auen und steile Hänge

Die Eder ist ein sagenumwobenes, grünes Juwel. Sie zieht in flotter Strömung an der alten Hessenstadt Frankenberg vorbei und mündet bei Herzhausen in den 27 Kilometer langen Edersee. Nach einer Staustufe fließt die Eder unterhalb der Staumauer durch sagenumwobene Auewälder und ein fruchtbares, breiter werdendes Tal der Dom- und Kaiserstadt Fritzlar entgegen. Bei der Burgruine Altenburg nimmt sie die Schwalm auf und passiert mit Felsberg ihre letzte Station, bevor sie hinter Grifte in die Fulda mündet.

Die Werra, ein Fluss mit Seele, bewegt das Gemüt. Wegen der angenehmen Fließgeschwindigkeit und mit vielen Anlegestellen ist die Werra auch für Anfänger und Gelegenheitskanuten bestens geeignet. Die bewaldeten Werraberge mit ihren steilen Anstiegen wirken imposant. Burgen und Schlösser ziehen Blicke auf sich und grüne Auen öffnen sich weit in die Mittelgebirgslandschaft.

Wasserweg bis zur Nordsee

Die Fulda ist ein ruhiger Fluss in einer stillen Landschaft, der zahlreiche Naturschutzgebiete durchfließt und von sprudelnden Bächen gespeist wird. Auf ihrem Weg mäandert die Fulda durch ihr weites und stilles Tal und wird von von bewaldeten Hängen flankiert. Kurz vor der documenta-Stadt Kassel wird sie zum Revier der Freizeitkapitäne und Fahrgastschiffe. Der breite Fluss windet sich nun sanft in nördliche Richtung. Schließlich erreicht die Fulda nach ihrer fast 180 Kilometern langen Reise Hann. Münden und vereint sich durch den „Kuss am Weserstein“ mit der Werra, um die Weser entstehen zu lassen. Auf dieser kann man dann märchenhaft bis zur Nordsee fahren. (nh)

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