Deutschlands letzter Kautabakhersteller

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Kautabakspinnerinnen

In der Manufaktur Grimm & Triepel Kruse tauchen Besucher mit allen Sinnen in die Welt des Tabaks ein. Hier lernt man ein altes, fast vergessenes Handwerk kennen. Der Betrieb ist Deutschlands einziger und letzter Hersteller von Kautabak.

Kautabakspinnerinnen arbeiten an Maschinen aus dem 19. Jahrhundert und ein Zigarrenmacher rollt Zigarren in Handarbeit. Beim Rundgang beobachtet man von der Pflanze bis zum fertigen Produkt alle Fertigungsschritte hautnah. Im Labor bereiten Fachkräfte verschiedene Tabaksaucen vor und legen darin getrocknete Tabakblätter ein. Die Aromen duften intensiv nach Vanille, Rum und Lakritze. Erläutert werden die Geschichte des Tabakanbaus und seiner Verarbeitung im Werratal sowie die sozialgeschichtlichen und ökonomischen Auswirkungen für die Region. Die Grimm & Triepel Kruse GmbH gründete sich 1849 als Kau-, Rauch- und Schnupftabakfabrik. Auch Zigarren gehörten zu den hergestellten Rauchwaren. Vor dem zweiten Weltkrieg war das Unternehmen Europas größte Zigarrenfabrik und beschäftigte bis zu 1.800 Mitarbeiter.

Einzelbesucher können die Manufaktur donnerstags und freitags von 10 bis 12 Uhr ohne Voranmeldung besichtigen. Der Eintritt beträgt pro Person 1,50 Euro. Führungen für Gruppen werden jederzeit – auch am Wochenende – zu individuellen Zeiten angeboten. Telefonische Voranmeldungen sind unter der Rufnummer 0 55 42 / 91 16 17 erforderlich. Die Preise für Gruppenführungen variieren von 45 bis 70 Euro pro Gruppe. Die Museumsmanufaktur findet man in der Walburger Straße 48 in 37213 Witzenhausen.

Weitere Informationen: Grimm & Triepel Kruse Kautabak GmbH, Walburger Str. 48, 37213 Witzenhausen,

Tel.: 0 55 42 / 91 16 17

E-Mail: service@kruse-kautabak.de

Internet: www.kruse-kautabak.de

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