Dokumentationszentrum der deutschen Nachkriegsgeschichte

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Das Dokumentationszentrum der deutschen Nachkriegsgeschichte in Wanfried stellt die regionale bzw. lokale Situation der früheren innerdeutschen Grenze dar.

Ein Modell des Dorfes Großburschla zeigt die Grenzsicherungssysteme der DDR und verdeutlicht die schwierige Lebenslage der dort ansässigen Menschen. Der Ort war zu DDR-Zeiten von drei Seiten durch die Grenze umgeben. Ausgestellt sind Originalteile der Sicherungsanlagen und Dokumente über das geteilte Deutschland. Videofilme dokumentieren die Grenzhistorie. Besucher erhalten Informationen über die Teilung Deutschlands, die Grenzöffnung im Jahr 1989 und die Wiedervereinigung beider Staaten. Ein Teil der Ausstellung widmet sich dem Wanfrieder Abkommen und der damit verbundenen "Whisky-Wodka-Linie": Das Abkommen bezeichnet den bedeutsamen Vertrag über den Gebietstausch zwischen amerikanischer und sowjetischer Besatzungszone vom 17. September 1945. Verhandelt und unterzeichnet wurde der Vertrag auf dem etwas außerhalb Wanfrieds gelegenen "Kalkhof". Ein interessantes Exponat ist die Schreibmaschine, die zum Verfassen des Vertrages verwendet wurde. Das Heimatmuseum Wanfried ist Teil des Dokumentationszentrums und zeigt einen Einblick in die Stadtgeschichte und die Bedeutung der Stadt als Endhafen der Werra-Weser-Schifffahrt. Es gibt eine bedeutende Sammlung von Werrakeramik, entstanden zur Zeit der Renaissance. Die kunstvoll verzierten Keramiken gelangten auf alten Handelswegen bis in die USA.

Geöffnet hat das Dokumentationszentrum der deutschen Nachkriegsgeschichte mit Heimatmuseum samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr. Man findet es in der Marktstraße 2 in 37281 Wanfried. Weitere Infos unter Telefon 0 56 55 / 13 12 oder 0 56 55 / 10 67.

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