Homberg (Efze)

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Mauergucker

Homberg gilt zu Recht als „Fachwerkkleinod Nordhessens“ und als Stadt zwischen Reformation und Moderne. Die sehenswerte Fachwerkstadt bildet das Tor zum Knüllgebirge.

Diese Mittelgebirgslandschaft, die als „Kurhessisches Bergland“ bezeichnet wird, ist als Erholungs- und Urlaubsgebiet überaus beliebt. Sie liegt nur 30 Kilometer von Kassel entfernt. Homberg (Efze) bildet als Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises das Mittelzentrum, in dem heute über 16.000 Einwohner in 20 Stadtteilen leben.

Eine ereignisreiche Historie hat diese moderne Stadt erlebt: Die Entwicklungen vergangener Jahrhunderte hat ihr Bild und die sie umschließende Landschaft geprägt und auch bekannt gemacht. Homberg steht nicht nur bei Insidern als Inbegriff für ein voll erhaltenes mittelalterliches Stadtbild. Eine Führung durch Stadt und Stadtkirche sowie ein Besuch hoch oben in der Türmerwohnung lässt alte Geschichte wieder lebendig werden.

Der Stadtname leitet sich von dem früheren Rittergeschlecht "derer von Hohenberg" her, das auf der Höhe des heute inmitten der Stadt liegenden Basaltkegels eine Burg besaß. In der heutigen Burganlage, von der aus man einen herrlichen Blick über die gesamte Region hat, liegt der tiefste ausgemauerte und beleuchtete Basaltbrunnen Deutschlands (150 m). Auf der Burg lebte einst ein Burgfräulein, das auch heute noch einmal im Jahr auserkoren wird, um die schöne Fachwerkstadt zu repräsentieren.

Als Gründung der hessisch-thüringischen Landgrafen wird das Gemeinwesen als Stadt erstmalig 1231 urkundlich erwähnt; die Stadt feiert im Jahr 2006 ihr 775jähriges Stadtjubiläum. Die Siedlungsgeschichte ist jedoch viel älter.

Das Bild Hombergs wird noch heute von der Marienkirche geprägt, die als eine der größten gotischen Hallenkirchen im hessischen Raum Geschichte gemacht hat. 1526 war das Jahr, ein Ereignis, das maßstabgebend für ganz Hessen wurde: die Reformation für ganz Hessen wurde am 21. und 22. Oktober 1526 in der Marienkirche entschieden und eingeführt. Aus dem Jahre 1893 existiert ein Kirchenfenster, das ein Bürger stiftete und welches Bezug auf dieses historische Ereignis nimmt. Rechts im Hauptportal finden wir noch heute, im Turm eingelassen, eine weiße Sandsteintafel, die 1904 zum 400. Geburtstag des hessischen Landgrafen angebracht wurde. Diese Synode war gleichzeitig der erste Versuch, auf Anregung des Landesfürsten Landgraf Philipp des Großmütigen ein ganzes Land mit allen Repräsentanten seiner Bevölkerung an einer grundsätzlichen Glaubensentscheidung teilnehmen zu lassen.

Weitere Informationen unter: www.nordhessen.de

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