Klosterkirche Lippoldsberg

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Ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung ist die Klosterbasilika St. Georg und Maria zu Lippoldsberg.

Sie gilt nicht nur als erster vollständig eingewölbter Großkirchenbau in Norddeutschland, sondern ist vor allem mit ihrer stilrein erhaltenen Romanik eine baugeschichtliche Besonderheit. Bewegte Geschichte... Nach der Ortsgründung durch den Mainzer Erzbischof Luipold im Jahre 1059 entstand hier nahe einer Weserfurt zunächst ein Damenstift und um 1100 ein Benediktinerinnenkloster. Die dreischiffige Kreuzbasilika wurde 1150 fertig gestellt. Die Blütezeit des Klosters war in der Mitte des 12. Jh., danach nahm seine Bedeutung eher ab, was jedoch der Erhaltung der romanischen Bausubstanz zuträglich war. Kleinere Höhepunkte waren die Errichtung eines Spitals in Göttingen im 13. Jahrhunderts und die Initiierung der Gottsbürener Wallfahrtsbewegung im 14. Jahrhundert (siehe auch Tour ECO Pfad Pilgerwege Gottsbüren). Mit der Einführung der Reformation im Jahr 1538 durch Phillipp von Hessen wurde das Ende des Benediktinerinnenklosters besiegelt. 1569 ging es nach dem Tod der letzten Äbtissin vollständig in den Besitz des hessischen Landgrafen über. Die Kirche wurde seither von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt.

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