Ein Schloss direkt am Wasser

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Wasserschloss Wülmersen

Es ist Wasserschloss, Landmuseumund Freizeiteinrichtung in einem.

Am Rand des Reinhardswaldes liegt das Wasserschloss Wülmersen an den Wasserläufen des Holzapebaches und des Flusses Diemel. Die ältesten Gebäude der Hofanlage (1108-1330 Tafelgut vom Kloster Helmarshausen), stammen aus dem 12.-14. Jh.

Ab 1330 gehörte das landwirtschaftliche Gut den Rittern von Stockhausen, die es mit Erweiterungsbauten in Sandstein- und Fachwerkbauweise vom 16.Jh. bis zum 19 Jh. vergrößerten. In diesem Zuge wurde auf der Südseite durch eine Ableitung aus dem Holzapebach ein Wassergraben angelegt, der aus dem Rittergut ein „Wasserschloss“ machte.

Die fetten Weiden rundherum sorgten von jeher für eine Landwirtschaft mit großer Tierhaltung. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das ritterliche Gut verkauft und mit der Neuansiedlung heimatvertriebener Familien der Weiler Wülmersen gegründet. Der mittelalterliche Kern der Hofanlage blieb ungenutzt und über 27 Jahre herrenlos. 1987 begannen die Sanierungsarbeiten an den zum größten Teil eingestürzten Gebäuden, die denkmalgerecht wiederaufgebaut wurden.

Eine Gruppenunterkunft ist in den ehemaligen Stallgebäuden eingerichtet, ergänzt durch eine Zeltplatzwiese im früheren Obstgarten. Im LandMuseum wird die Tradition landwirtschaftlichen Lebens und Arbeitens aufgegriffen. In einem ehemaligen Stallgebäude sind Räume für Wechselausstellungen eingerichtet, in denen von Mai bis Oktober entsprechende Themen im Spektrum von Kulturgeschichte, Volkskunde, Regionalgeschichte und Agrartechnik präsentiert werden. In einer Scheune kann mit einer Führung im Schaumagazin die Sammlung des Museums mit über 1000 Exponaten aus Handwerk, Land- und Forstwirtschaft besichtigt werden. Der Museumskiosk lädt zur Stärkung mit kleinen Speisen und Getränken ein.  ( www.nordhessen.de)

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