Hanau: Märchenhafte Stadt am Main

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In Hanau wurden die Brüder Grimm geboren. Ein riesiges Denkmal vor dem Rathaus erinnert an die beiden Märchensammler.

Hanau ist die Geburtsstadt der Brüder Grimm. Die Hanauer sind stolz auf „ihre“ Märchensammler, die das Bild der Stadt bis heute prägen. Zu Ehren der berühmten Geschwister finden jedes Jahr die Brüder Grimm Märchenfestspiele statt.

Hanau liegt – von einem dichten Waldgürtel umschlossen – östlich des Rhein-Main-Gebiets im Bundesland Hessen. Die regelmäßigen Überschwemmungen des Flusses Kinzig prägen die naturbelassene Landschaft um die Stadt herum. Trotz der idyllischen Lage sind die nächsten Großstädte nicht weit entfernt: Weniger als eine halbe Stunde Autofahrt sind es zum Beispiel bis Frankfurt oder Offenbach am Main.

Echte Hanauer: die Brüder Grimm

In den Jahren 1785 und 1786 wurden Jacob und Wilhelm Grimm in Hanau geboren. Ihr Geburtshaus stand am heutigen Freiheitsplatz, wurde jedoch – wie viele andere Gebäude der Innenstadt – im Zweiten Weltkrieg zerstört. Noch heute bestimmen die Märchensammler das Stadtbild: Vor dem Rathaus steht ein riesiges, mehr als sechs Meter hohes Nationaldenkmal der Geschwister. Jeden Sommer ziehen die Brüder Grimm Märchenfestspiele am Schloss Phillipsruhe mehr als eine Million Besucher in die Stadt am Main.

In Hanau startet auch die beliebte Deutsche Märchenstraße. Sie folgt den Spuren der Gebrüder Grimm und führt über Marburg und Kassel bis in den Norden Deutschlands nach Bremen und Bremerhaven.

Sehenswürdigkeiten in Hanau

Zahlreiche historische Gebäude Hanaus wurden im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört. Nur die Stadtteile Steinheim und Kesselstadt blieben weitgehend verschont. Ihre traditionellen Fachwerkhäuser in den Altstadtkernen tragen heute zu einem harmonischen Stadtbild bei. Die Gebäude sind mehr als bloße Denkmäler: Bei Online-Portalen wie Immowelt werden immer wieder Wohnungen in den historischen Häusern angeboten.

Sehr beliebt bei Besuchern und Einheimischen ist das Wilhelmsbad. Die historische Kuranlage wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet, nachdem zwei Kräuterfrauen eine heilsame Quelle im Wald entdeckt hatten. In der Umgebung entstand bald darauf ein Landschaftspark mit Brunnentempel und einer wackeligen Kettenbrücke über die sogenannte Teufelsschlucht. Auch das „Comoedienhaus“, Hessens einziges Scheunentheater, befindet sich auf dem Gelände der historischen Badeanlage.

Die sechstgrößte Stadt Hessens bietet noch mehr Sehenswürdigkeiten:

  • Eines der bedeutendsten Baudenkmäler Hessens ist das Schloss Philippsruhe am Mainufer. Im prunkvollen Inneren des Schlosses befindet sich seit 1964 das Historische Museum Hanau. Der Schlosspark umfasst das Amphitheater – in dem die Grimm-Festspiele stattfinden – und einen Skulpturenpark.
  • Als Wahrzeichen der Stadt gilt das Deutsche Goldschmiedehaus. In dem ehemaligen Rathaus der Altstadt Hanau wird heute vor allem handgefertigter Schmuck ausgestellt.
  • Der staatliche Wildpark „Alte Fasanerie“ liegt in dem Stadtteil Klein-Auheim südlich des Mains. 15 Kilometer lange Wanderwege führen die Besucher durch die grüne Anlage mit rund 35 verschiedenen Tierarten.

Im zweiten Jahrhundert verlief der Limes durch Hanau. Noch heute sind Teile des römischen Grenzwalls und anliegender Kleinkastelle zu sehen. Die beliebte Fahrradtour auf der Deutschen Limes-Straße verläuft vom Rhein bis an die Donau und führt durch Hanau.

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