Hausboot mieten: Urlaub mal anders

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Um ein Hausboot zu mieten und Ihren Urlaub auf dem Wasser zu verbringen, brauchen Sie keinen Bootsführerschein.

Verbringen Sie Ihren Urlaub doch mal auf dem Wasser! Auch ohne Bootsführerschein können Sie ein Hausboot mieten und gemächlich über die Wasserstraßen Deutschlands gleiten. Hier erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und welche die beste Route für Einsteiger ist.

Ein Hausboot ist vergleichbar mit einem Wohnwagen: Sie mieten es für eine bestimmte Zeit, gehen damit auf Reisen und nutzen es als Feriendomizil – nur eben auf dem Wasser. Sie können es ganz einfach über das Internet bei einem Anbieter für Yachtcharter wie Yachtico.com buchen.

Ein Hausboot mieten – auch ohne Führerschein

Um ein Hausboot zu mieten, müssen Sie nicht unbedingt einen Bootsführerschein besitzen. Sie brauchen aber eine sogenannte Charterbescheinigung. Diese ermöglicht es Touristen, für eine begrenzte Zeit ein Hausboot zu mieten und zu steuern. Sie bekommen die Charterbescheinigung von Ihrem Bootsvermieter – vorausgesetzt, er besitzt einen Sportbootführerschein und ist befugt, Sie einzuweisen. Die Einweisung dauert mindestens drei Stunden: Im Theorieteil lernen Sie zum Beispiel die Verkehrsregeln oder wie Sie sich in Notfällen verhalten. Im praktischen Teil üben Sie, das Boot zu steuern.

Auch mit Charterbescheinigung müssen Sie sich an einige Bedingungen halten, um ein Hausboot mieten und steuern zu dürfen. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Nachts dürfen Sie nicht fahren. Auch bei schlechtem Wetter muss das Boot fest verankert sein und darf nicht bewegt werden.
  • Sie dürfen nur auf bestimmten Wasserstraßen fahren. Welche das sind, erfahren Sie in der Binnenschifffahrt-Sportbootvermietungsverordnung, kurz BinSch-SportbootVermV.

Ausgestattet wie eine Ferienwohnung

Wenn Sie ein Hausboot mieten, um darauf Ihren Urlaub zu verbringen, bekommen Sie eine voll eingerichtete Unterkunft. Jedes Hausboot ist ausgestattet mit fließendem Kalt- und Warmwasser, Toilette, Dusche, Heizung, Kühlschrank und einer Küche, in der Sie kochen können. Je nach Preisklasse gibt es ein oder mehrere Schlafzimmer und sogar einen Fernseher.

Ein Hausboot fährt mit normalem Treibstoff, also mit Benzin, Diesel oder Flüssiggas. Bei den meisten Booten reicht der Treibstoff für etwa zwei Wochen – je nachdem, wie viel Sie fahren, kochen und heizen. Auf allen Wasserstraßen in Deutschland kommen Sie immer wieder an Tankstellen vorbei. Außerdem müssen Sie immer wieder Frischwasser aufnehmen. Dafür gibt es in regelmäßigen Abständen spezielle Zapfstellen.

Deutschlands beste Einsteiger-Route

Wenn Sie sich entschlossen haben, ein Hausboot zu mieten und Ihren Urlaub auf dem Wasser zu verbringen, dann brauchen Sie eine passende Route. Ideal für Einsteiger ist die Mecklenburgische Seenplatte rund um die Müritz. Die idyllische Landschaft und die vielen Naturschutzgebiete in einem der größten Seengebiete Europas garantieren einen entspannten Urlaub. Sie tuckern durch die vielen Flussarme von einem See zum anderen, müssen aber nur wenige Schleusen durchfahren.

Übrigens: Ein Hausboot ist nicht das gleiche wie ein Wohnboot. Dieses ersetzt einen Wohnsitz an Land. Es liegt fest vor Anker und wird normalerweise nicht bewegt.

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