Bahnhof Heinebach: Von hier fährt sich’s gut ab

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Das alte Bahnhofsgebäude: Der Wartesaal ist abgeschlossen, doch auf den Bahnsteigen gibt es Häuschen zum Unterstellen.

Heinebach. Zu verfehlen ist er nicht: „Bahnhof“ steht auf den beiden großen Schildern längs der Bundesstraße 83 in Heinebach, in Fahrtrichtung Morschen wie in Fahrtrichtung Rotenburg deutlich zu sehen.

Keine 100 Meter neben der Bundesstraße liegt der Bahnhof – oder korrekt: Haltepunkt – Heinebach. Über ihn ist der größte Ortsteil der Gemeinde Alheim ans Streckennetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Stündlich verkehrt in beiden Richtungen der Cantus in den Richtungen Kassel und Bad Hersfeld – siehe Hintergrund.

Sauberer Bahnsteig: Einladend wirkt Heinebachs Bahnhof für die Reisenden. Verspätungen werden per Fahrgastinformation angezeigt – siehe kleines Foto.

Zentral gelegen und vor allem einladend ist der Haltepunkt, der laut Nordhessischem Verkehrsverbund (NVV) im Eigentum der DB Station und Service ist. Blitzsauber sind beide Bahnsteige, auch auf und zwischen den Gleisen liegt kein Müll. 2005 wurden die Bahnsteige erneuert und erhöht – vorher war der Einstieg in die Züge beschwerlich, weil mit einer hohen Stufe verbunden.

Der positive erste Eindruck verfestigt sich beim Gang von Gleis 1 – Richtung Kassel – durch die Unterführung zu Gleis 2 – Richtung Bebra. Ganz offensichtlich erst kürzlich sind sämtliche gesprühten und gekritzelten Botschaften, wer wen liebt, wer doof ist und was sonst noch auffallen soll, großflächig in hellgrau überstrichen worden. Der Fußboden ist sauber, die Nase zuhalten muss man sich nicht, und es geht auch unter Tage um keine Ecke, ist mithin also nicht unübersichtlich.

Auf jedem der allerdings nur gut zwei Meter breiten Bahnsteige steht ein überdachtes Wartehäuschen mit Sitzbank. Der ehemalige Warteraum im alten Bahnhofsgebäude ist verschlossen. Längst gibt es keinen Schalter mehr, auch einen Fahrkartenautomaten sucht der Fahrgast vergebens – aber das ist an anderen Haltepunkten nicht anders. Vor Gleis 1 weisen ein Schild und ein letzter Ascher daraufhin, dass die gesamte Anlage rauchfrei ist.

Der Clou: Über beiden Bahnsteigen hängt eine Fahrgastinformation, die per Leuchtschrift anzeigt, ob Züge verspätet sind. Sie funktioniert.

Einzig die Parkplätze sind ein bisschen knapp. Mehr als 20 Autos passen nicht auf die Stellflächen auf dem Vorplatz. Ein Fahrradständer bietet Platz für zehn Drahtesel.

Bewertung

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Hintergrund: Wo es hingeht und wie oft

In zwei Richtungen geht es mit dem Cantus vom Haltepunkt Heinebach aus: stündlich über Melsungen nach Kassel (33 Minuten) sowie ebenfalls stündlich über Rotenburg, Bebra und Bad Hersfeld (22 Minuten) bis Fulda. Werktags fährt der erste Zug Richtung Kassel um 4.39 Uhr, der erste Richtung Bad Hersfeld um 5.44 Uhr.

Letzte Abfahrt nach Kassel ist um 22.11 Uhr, der letzte durchgehende Zug nach Bad Hersfeld fährt um 21.46 Uhr. Eine Bushaltestelle ist direkt vor dem Bahnhof, von dort fahren tagsüber mehrere Linien in alle Alheimer Ortsteile sowie nach Rotenburg.

Weitere Infos beim NVV.

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