Homosexualität ist in fast 50 Ländern strafbar

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Israels Tourismusministerium will mit einer Kampagne "rosa" Touristen aus aller Welt anlocken.

Bei Auslandsaufenthalten müssen Homosexuelle nach Angaben des Auswärtigen Amtes derzeit noch in mehr als 50 Ländern mit Verfolgung und auch Haftstrafen rechnen.

Dazu gehören auch beliebte Reiseziele wie Ägypten, Tunesien oder die Malediven. Dies geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Zugleich kündigte die Bundesregierung an, ihre Reisehinweise für den Aufenthalt von Bundesbürgern im Ausland zu überarbeiten.

Sex-Knigge für Urlauber

Mädchen Po Strand
Strand, Sonne und viel nackte Haut... Doch so prickelnd die Idee auch sein mag, Sex am Strand und sogar Schmusen sind in vielen Urlaubsländern ein absolutes Tabu.  © dpa
Recht Strafe Folgen Sex Sitten Knigge
Deutschland: Freiluft-Sex fällt in Deutschland unter "Erregung öffentlichen Ärgernisses". Die Erregung wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft. Dagegen gehören Schmusen und "oben ohne" Sonnen zum Strand-Alltag. In anderen Reiseländern sollten Sie sich lieber zurückhalten.  © dpa
Ägypten Strand
Ägypten ist im Hinblick auf Moralvorstellungen und Verhaltensregeln ein vergleichsweise liberales Land. Dennoch, schon knappe Bikinis gelten als unmoralisch. Sex am Strand ist strengstens verboten. © dpa
Dänemark: Hier darf fast nur die Meerjungfrau die Hüllen fallen lassen, bei Sex unter freiem Himmel drohen Haftstrafen bis zu vier Jahren. © dpa
Dubai: Schmusen, Umarmen und Streicheln - sind in der Öffentlichkeit illegal, besonders zwischen unverheirateten Partnern. © dpa
Florida: Schon zu viel nackte Haut ist in Florida verboten. 80 Prozent von Po und Busen müssen bedeckt sein. © dpa
Griechenland: Kontrollverlust durch zu viel Ouzo sollten Liebespärchen vorbeugen. Geldstrafen für Sex am Strand gibt es keine, dafür zwei Jahre Haft. © dpa
Italien: Dolce vita kennt seine Grenzen - Sex am Lido kostet 300 Euro Geldstrafe und es drohen bis zu zwei Jahren Haft.   © dpa
Auch das Tragen von Bikinis und Badehosen in Italien auf öffentlichen Plätzen ist untersagt. Bußgeld ab 200 Euro. © dpa
Japan: Allein das Knutschen auf einer Parkbank erregt im fernen Osten schon die Gemüter. Küssen darf man sich dort erst nach der Verlobung. © dpa
Kroatien: Geldstrafe von 150 Euro und bis zu 30 Tagen Haft. © dpa
Malaysia: Das malaysische Strafgesetzbuch ahndet Sex in der Öffentlichkeit mit 20 Jahren Haft und der Prügelstrafe. © dpa
Österreich: Leidenschaft im Freien kann auch hier teuer werden. 360 Tagessätze und bis zu sechs Monate Haft drohen. © dpa
Spanien: Hier kostet ein Liebesspiel am Strand bis zu 75.000 Euro... © dpa
Südafrika: Kunst am Strand von Durban sind kein Hinweis auf liberale Gesetze in Südafrika. Nacktbaden und Sex am Strand sind strafbar. © dpa
Thailand: Wer in Thailand "oben ohne" sonnt oder nackt badet, erhält ein Einreiseverbot. 500 Euro sind als Strafe für Sex am Strand vorgesehen. © dpa
Türkei: 200 Euro kostet der Spaß am Strand und bis zu zwei Monate Gefängnis. © dpa
USA: Hier sollten sich Urlauber ein Vorbild an der Freiheitsstatue nehmen und sich gut verhüllen. Denn, wer beim Sonnen auf sein Oberteil verzichtet, wird sofort eingesperrt. © dpa
Kanada: Hier droht maximal eine Verwarnung, Geldbußen sind keine festgesetzt. Mehr Reiseinfos zum Thema Sicherheit finden Sie im Internet www. auswaertiges-amt.de  © dpa
Bulgarien: Wer in Bulgarien seiner Leidenschaft nachgibt, droht maximal eine Verwarnung.  © dpa

Insgesamt listet das Auswärtige Amt in seiner Antwort 55 Länder auf, in denen wegen homosexueller Handlungen Strafen drohen. Genannt werden auch China, der Iran und Saudi-Arabien. Die Grünen verwiesen am Dienstag in Berlin darauf, dass Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate in der Aufstellung fehlten. Seit 2007 wurden nach Ministeriumsangaben unter anderem Bundesbürger in Marokko, Gambia, Ghana und dem Libanon wegen des “Verdachts homosexueller Handlungen“ verhaftet. In Marokko seien vier Deutsche deshalb auch zu Haftstrafen verurteilt worden.

dpa

Die besten Gay Pride Festivals 2010

New York, 19. bis 27 Juni 2010: In Gedenken an die Stonewall-Unruhen im Jahr 1969 findet der Gay Pride-Marsch von der Christopher Street zum Central Park statt. In der Gay Pride Week sind unter anderem eine Rallye im Central Park und eine Parade auf der Fifth Avenue geplant. © dpa / Quelle: Cheapflug.de
San Francisco, 26./27. Juni: Das Motto in San Francisco lautet "Forty and Fabulous", denn auch hier fand 1970 das erste Gay Pride Festival statt. Im Civic Center gibt es 19 Bühnen und Veranstaltungsorte sowie 300 Aussteller. Die Parade am Sonntag beginnt um 10.30 Uhr und zieht die Market Street entlang. © dpa / Quelle: Cheapflug.de
São Paolo, 3. bis 7. Juni: Das Festival in São Paolo war mit 3,1 Millionen Besuchern 2009 das größte Festival. Dieses Jahr werden sogar vier Millionen Besucher erwartet. Neben dem Gay Day am 5. Juni und der Parade am 6. Juni gibt es viele bunte Veranstaltungen. © dpa / Quelle: Cheapflug.de
Berlin, 1. bis 20. Juni: Die deutsche Hauptstadt ist eines der tolerantesten Reiseziele für Homosexuelle. Das Berlin Pride Festival hat mit der Pride Week vom 12. bis zum 20. Juni seinen Höhepunkt. Am 12. und 13. Juni wird das 18. lesbisch-schwule Stadtfest am Nollendorfplatz gefeiert, eine Woche später, am 19. Juni, die CSD-Parade. © dpa / Quelle: Cheapflug.de
Frankfurt, 16. bis 18. Juni: Der CSD in Frankfurt findet auf der Konstablerwache und der Großen Friedberger Straße statt. Auf der Konsti gibt es eine Bühne mit abwechslungsreichem Programm. Der Basar der Vielfalt auf der Großen Friedberger Straße bietet Kunsthandwerk, Regenbogenartikel und Infos von Szene-Gruppen und Organisationen. Bei einer Tombola kann man für die AIDS-Hilfe Franfurt spenden.  © dpa / Quelle: Cheapflug.de
London, 19. Juni bis 3. Juli: Die Parade am letzten Tag zieht von der Baker Street über Oxford Street, Regent Street und Piccadilly zum Trafalgar Square. Die Straßen von Soho sind für den Verkehr gesperrt. Auf Trafalgar Square und Leicester Square gibt es ein breites Programm mit Reden und Musik. © dpa / Quelle: Cheapflug.de
Toronto, 25. Juni bis 4. Juli: Die Gay Pride Week ist eines der wichtigsten kulturellen Events in Kanada. Zu den Highlights zählen Straßenfeste, die Parade und das kostenlose Musikfestival am 3. Juli. Zu den Headlinern im Queen's Park gehört Cyndi Lauper. © dpa / Quelle: Cheapflug.de
Köln, 2. Juli bis 7. August: Nicht nur als Karnevalshochburg, sondern auch als Gay-Pride-Stadt bekannt ist Köln. Die CSD-Parade ist eine der größten in Europa. Das CSD-Straßenfest beginnt am 2. Juli, die Parade geht am 4. Juli um 12 Uhr los. Vom 31. Juli bis zum 7. August finden die Gay Games in Köln statt. Das Motto der Spiele: "Teilnehmen, mitmachen und persönliche Höchstleistungen erbringen". © dpa / Quelle: Cheapflug.de
Amsterdam, 5. bis 8. August: Das ganze Wochenende über finden Straßenpartys und Veranstaltungen in den Clubs statt. Die Parade am 7. August führt in Amsterdam nicht über die Straße, sondern über die Prinsengracht – hunderte Boote sorgen ab 14 Uhr für Stimmung auf dem Wasser und an Land. © dpa / Quelle: Cheapflug.de
Hamburg, 31. Juli bis 8. August: Die Eröffnungsgala der Hamburger Pride Week findet am 31. Juli statt, das Straßenfest vom 6. bis zum 8. August. Die Parade am 7. August wird bereits zum 30. Mal veranstaltet. © dpa / Quelle: Cheapflug.de

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